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Lawrence Tynes (Nr. 9) spielt seit 2007 für die New York Giants © getty

New Yorks Schotte entscheidet das NFC-Finale bei den 49ers in der Verlängerung. Manning steckt in der Regenschlacht 20 Hits weg.

Von Eric Böhm

München/San Francisco - Die New York Giants haben in einer dramatischen Regenschlacht den Einzug in den Super Bowl geschafft.

Im Championship Game der NFC gewannen sie 20:17 (0:7, 10:0, 0:7, 7:3, 3:0) nach Verlängerung bei den San Francisco 49ers (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Kicker Lawrence Tynes sorgte mit seinem Field Goal für die Neuauflage des Endspiels 2008 gegen die New England Patriots, die Baltimore mit 23:20 schlugen (Bericht).

"Es ist mein zweites Championship Game und der zweite Game-Winner. Es ist unfassbar. Ich habe davon geträumt. Ich war unglaublich nervös", sagte der gebürtige Schotte.

Tynes macht es schon wieder

Auch vor vier Jahren hatte Tynes die Giants bei den Green Bay Packers in der Overtime in den Super Bowl geschossen und damit den Grundstein für die Meisterschaft gelegt.

Den Ruhm wollte er allerdings nicht für sich allein beanspruchen: "Es war ein großartiger Sieg. Hut ab vor Eli (Manning, Anm. der Red.), dem Angriff und der Abwehr."

Teurer Fumble

Bei widrigem Wetter gab der zweite Fumble von San Franciscos Returner Kyle Williams den Ausschlag. Receiver Devin Thomas eroberte den Ball für die Gäste.

Quarterback Eli Manning brachte sein Team in Position und Tynes erledigte den Rest 510116 (DIASHOW: Die Bilder der Championship Games) .

"Es war ein sehr hartes Spiel. Wir musste um jedes Yard kämpfen. Die Defense war riesig. Die Special Teams haben uns zwei Ballgewinne geholt, daraus haben wir zehn Punkte gemacht", lobte Manning.

Thomas steht zweimal richtig

Bereits im vierten Spielabschnitt hatte Thomas nach einem Punt einen Fumble von Williams erobert. Sieben Plays später gelang Mario Manningham der Touchdown zum 17:14 der Gäste.

In der Verlängerung kamen beide Angriffsreihen nicht über die Mittellinie hinaus, ehe der Niners-Returner endgültig zur tragischen Figur wurde.

"Ich fing den Ball und wollte mich drehen, um einige Yards gutzumachen, aber es hat nicht funktioniert", stöhnte der 23-jährige Receiver.

Manning steckt 20 Hits weg

Die Giants hatten an dem verregneten Tag in der Bucht von San Francisco aber nicht nur Glück, sondern auch den besseren Spielmacher.

Manning zeigte unter schwierigen Bedingungen eine Topleistung. Die aggressiven 49ers verpassten ihm insgesamt 20 Hits und sechs Sacks, aber der 31-Jährige blieb cool.

Mit 32 Pässen und 58 Passversuchen stellte er einen Teamrekord auf, erzielte 316 Yards Raumgewinn und leistete sich keinen Ballverlust.

"Es war eine großartige Energieleistung des ganzen Teams. Wir haben gut zusammengearbeitet, aber Eli hatte alles im Griff", meinte der starke Receiver Victor Cruz.

Coughlin stellt Bestmarke ein

Die Entdeckung der regulären Saison setzte die ersten Ausrufezeichen. Er fing acht seiner zehn Bälle (insgesamt 142 Yards) vor der Pause.

Der 36-Yard-Pass von Manning auf Cruz bereitete zu Beginn des zweiten Viertels den 7:7-Ausgleich vor.

"Ich muss nicht betonen, dass die 49ers ein starkes Team haben. Ich bin einfach stolz. Es war ein klassischer Playoff-Kampf", bilanzierte Giants-Coach Tom Coughlin, der bereits seinen siebten Playoff-Auswärtssieg feierte - damit stellte er den NFL-Rekord von Tom Landry ein.

Abwehr stoppt 49ers

Die Abwehr der "G-Men" ließ San Francisco kaum zur Entfaltung entkommen und gestattete ihnen lediglich zwei lange Touchdowns von Alex Smith (196 Yards) auf Tight End Vernon Davis (112 Yards).

Nur einen Ball brachte Smith bei einem Receiver an. Damit wurde der Angriff zu ausrechenbar und konnte bei 13 dritten Versuchen nur ein einziges First Down erzielen.

"Es liegt nicht an Kyle (Williams, Anm. der Red.). Er hat das Spiel nicht verloren, sondern unsere Offense. Wir kamen nie in einen Rhythmus", nahm Smith den Returner in Schutz.

"Wollen uns belohnen"

Die Giants gehen dagegen nach dem fünften erfolgreichen K.o.-Spiel mit viel Selbstvertrauen in das Rematch mit den Patriots in Indianapolis (5. Februar, ab 24 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+).

Denn sie hatten nur durch zwei Siege am Ende der regulären Saison überhaupt die Playoffs erreicht. Danach schalteten sie Atlanta und die hochfavorisierten Packers aus.

"Wir haben unser Ziel erreicht, im letzten Spiel der Saison zu stehen. Jetzt wollen wir uns auch belohnen", erklärte Defensive End Jason Pierre Paul.

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