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Chad Pennington wechselte vor der Saison von New York nach Miami © getty

Ausgerechnet in den Playoffs zeigt der "Rückkehrer des Jahres" sein schlechtestes Spiel und leistet sich einen Ballverlust nach dem anderen.

Von Rainer Nachtwey

München/Miami - Die wenigen Turnover, die sich Chad Pennington in dieser Spielzeit bei den Miami Dolphins geleistet hatte, war ein Grund dafür, warum der Quarterback zum "Comeback Player of the Year" gewählt worden war.

Doch in den Wild Card Playoffs gegen die Baltimore Ravens kam der Spielmacher von seinem rechten Weg ab:

Unglaubliche vier Ballverluste leistete sich Pennington, lud damit die Gäste zum Punkten geradezu ein und ging mit seinen Dolphins gegen die defensivstarken Ravens mit 9:27 baden.

Vergleich mit dem Baseball

Safety Ed Reed fing zwei Pässe von Pennington ab und trug einen davon über 64 Yards in die Endzone der Dolphins zur 10:3-Führung. Jim Leonhard und Fabian Washington sicherten sich die beiden anderen Interceptions.

"Das war wie Center Field spielen beim Baseball", erinnerte sich Reed, "aber es hat bis zum dritten Viertel gedauert, bis ich mich von dem Lauf in die Endzone erholt hatte."

Pennington zeigte sich nach der schwachen Vorstellung enttäuscht, auch wenn er nur einen der vier Ballverluste bedauerte. "Für mich war es bisher ein besonderes Jahr, deshalb tut dieses Ende besonders weh", sagte er.

"Aber man muss den Ravens Tribut zollen, sie haben hervorragend verteidigt und ich habe mein Spiel einfach nicht durchziehen können."

"Wir erzwingen Ballverluste"

Für die Ravens selbst war es keine große Überraschung, dass sie Penningtons Pässe, der sich in den 16 Saisonspielen zuvor nur sieben Ballverluste geleistet hatte, gleich viermal abfingen.

"Die ganze Woche hat man uns erzählt, dass die Dolphins keine Turnover begehen", sagte Linebacker Ray Lewis, "aber es ist ganz einfach: Wir erzwingen Ballverluste."

Neben der Verteidigung zeigte auch Rookie Quarterback Joe Flacco eine starke Vorstellung. Der Spielmacher brachte zwar nur neun seiner 23 Pässe an den Mann, leistete sich aber keine Interception und machte mit seinem Lauf in die Endzone 3:53 Minuten vor Ende der Partie den Sack zum 27:9 zu.

Lewis verspricht Sieg gegen Titans

In den Divisional Playoffs treffen die Ravens am Samstag nun auf die Tennessee Titans, das beste Team der regulären Saison.

"Jetzt ist Tennessee an der Reihe", versprach Lewis den Fans einen Sieg für das kommende Wochenende.

In der zweiten AFC-Begegnung stehen sich die Pittsburgh Steelers und die San Diego Chargers im Heinz Field gegenüber.

Minnesota Vikings - Philadelphia Eagles

In der NFC heißen die Begegnungen Carolina Panthers gegen die Arizona Cardinals und Titelverteidiger New York Giants gegen die Philadelphia Eagles. Denn die Truppe aus Pennsylvania setzte sich im letzten der Wild Card Games gegen die Minnesota Vikings mit 26:14 durch.

In einem lange Zeit ausgeglichenen Match sorgte Brian Westbrook mit seinem Touchdown zum 23:14 für die Entscheidung. Der Running Back wurde von Quarterback Donovan McNabb mit einem kurzem Pass in Szene gesetzt und lief die restlichen 70 Yards zur Entscheidung in die Endzone.

"Es ist immer eine vernünftige Entscheidung, den Ball auf Brian zu passen", sagte McNabb, "ich fühle mich wohl dabei, weil ich weiß, wenn er die Möglichkeit und den Raum erhält, landet er 'Big Plays'."

Samuel mit Interception-Touchdown

Großen Anteil am Sieg hatte auch die Verteidigung der Eagles. Star-Cornerback Asante Samuel fing einen Pass von Minnesotas Quarterback Tarvaris Jackson ab und trug ihn über 44 Yards in die Endzone zum zwischenzeitlichen 16:7.

Zudem nahmen die Eagles das Passspiel der Vikings komplett aus der Partie. Spielmacher Jackson brachte lediglich 15 seiner 35 Pässe an den Mann.

Auf das anstehende Duell mit dem Meister freut sich Samuel bereits. "Wir sind unglaublich gefährlich", sagte der Pro Bowler.

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