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Ben Roethlisberger ist der jüngste Starting Quarterback, der den Super Bowl gewann © getty

Starker Angriff gegen die beste Verteidigung charakterisisieren Super Bowl XLIII. Sport1.de stellt die Schwächen der Finalisten gegenüber.

Von Rainer Nachtwey

Die Experten sind sich sicher:

Nicht die jeweiligen Stärken der Teams werden bei der 43. Ausgabe des Super Bowls zwischen den Arizona Cardinals und den Pittsburgh Steelers den Ausschlag geben, sondern es wird derjenige gewinnen, der seine Schwächen am besten verbergen kann.

Während bei den Steelers die wenigen Schwächen leicht auszumachen sind, haben gerade die Cardinals in den Playoffs an den ihrigen gearbeitet.

Sport1.de stellt im zweiten Teil der Analyse die beiden Mannschaften gegenüber.

Schwächen Arizona:

Laufspiel: In der regulären Saison entschieden sich Head Coach Whisenhunt und Offensive Coordinator Todd Haley nur bei jedem dritten Spielzug für das Laufspiel um Edgerrin James und Tim Hightower. Die Zahlen sprachen auch nicht dafür.

In der K.o.-Runde spielten die Running Backs jedoch groß auf und erliefen in drei Spielen 333 Yards. Dennoch ist das Laufspiel weiterhin der große Schwachpunkt. Vor allem gegen die starke Defensive der Steelers müssen James und Co. zur Entlastung des Pass- und des eindimensionalen Spiels der Cardinals beitragen.

Verteidigung: Die Zahlen der Regular Season lesen sich alles andere als gut:

331,5 zugelassene Yards pro Spiel - Rang 19? 110,3 zugelassene Rushing Yards - Rang 16? 221,2 zugelassene Passing Yards - Rang 22? 26,6 zugelassene Punkte - Rang 28

Doch in den Playoffs überzeugte die Verteidigung bisher, vor allem gegen das Laufspiel. Atlanta und Carolina hielt sie bei 60 bzw. 75 Yards. Allerdings sind die Defensive Ends Travis LaBoy und Defensive End Antonio Smith angeschlagen.

Fehlende Erfahrung: Mit Warner und Cornerback Roderick Hood (stand 2005 mit Philadelphia im Super Bowl) können nur zwei Starter Final-Erfahrung vorweisen. Für den Großteil der Mannschaft sind es die ersten Playoffs.

Dagegen stehen bei den Steelers allein elf Starter aus Super Bowl XL noch in deren Reihen.

Schwächen Steelers:

Offensive Line: 49 zugelassene Sacks und der viertletzte Platz in der Statistik sagen alles. Immer wieder fand sich Quarterback Ben Roethlisberger auf dem Boden wieder. Schulterverletzungen und Gehirnerschütterungen pflasterten seinen Weg in die Playoffs.

Vor allem der Abgang von Left Guard Alan Faneca hat ein großes Loch in die O-Line gerissen. Und mit Max Starks läuft nur noch ein Champ von 2006 in der Offensive Line der Steelers auf. Allerdings läuft es im Running Game, was Roethlisberger Hoffnung macht.

Die Wankelmütigkeit "Big Bens": An einem guten Tag gehört Quarterback Ben Roethlisberger zu den Besten der Liga, er kann aber ein Spiel auch im Alleingang verlieren.

17 Touchdown-Pässen stehen 15 Interceptions, 5 Spielen mit mindestens zwei TD-Pässen stehen drei Spiele mit mindestens zwei abgefangenen Bällen gegenüber.

In den Playoffs zeigte er eine solide Leistung, warf gegen die Chargers und Ravens jeweils einen TD-Pass und vermied Fehler. Hier geht es zu den Stärken >>

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