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Pittsburgh bestreitet zum 7. Mal das Endspiel. Für Arizona ist es die erste Teilnahme © getty

Vom Pizza-Fahrer über Prämien, Ticketpreise und Statistiken - Sport1.de hat die Fakten zur 43. Ausgabe des Super Bowls.

München/Tampa - Der Super Bowl ist das größte einzelne Sportevent der Welt.

Auch die 43. Ausgabe des Spiels aller Spiele, diesmal zwischen den Pittsburgh Steelers und den Arizona Cardinals in Tampa, wird Rekorde brechen.

Von Party-Pizza über Prämien zu Ticket-Preisen: Sport1.de präsentiert Wissenswertes, Kurioses und Witziges zum Super Bowl XLIII.

Die Zeit des Kickoffs ist übrigens exakt für 18:28 Uhr Ortszeit angesetzt ist.

Pizza-Boom:

Auf der durchschnittlichen Super-Bowl-Party sind 17 Fans zu Gast, die Pizza-Dienste schieben Sonderschichten. An keinem anderen Tag im Jahr verbuchen sie mehr Umsatz.

Am Super-Bowl-Sonntag liefert Branchenriese Domino's etwa doppelt so viele Pizzas wie an gewöhnlichen Sonntagen aus. Dabei legen sie mit ihren Lieferwägen eine Strecke von 6,4 Millionen Kilometern zurück. Das entspricht 161 Lieferungen, bei denen sich der Pizzafahrer einmal um die ganze Welt verfährt und die Pizza anschließend eiskalt ausliefert. Wohl bekomm's.

Knabbereien:

Aber nicht nur Pizza wird verspeist. Rund 14.500 Tonnen Kartoffelchips und vier Millionen Kilogramm Dip stehen. Kein Wunder, dass sich am nächsten Tag sechs Prozent der amerikanischen Arbeitnehmer krank meldet - bei dem Essen!

Probleme mit der Klospülung:

Die US-Amerikaner sind dazu angehalten, ihre Toilettengänge über das Spiel zu verteilen. Wenn alle Fans zu Beginn der Halbzeitpause aufs Örtchen stürmten, bliebe das Spülwasser aus. Betroffen sind vor allem wasserarme Staaten.

Werbepreise:

Dass die Pizzadienste noch mehr Bestellungen entgegennehmen können, rühren sie während des Super Bowls kräftig die Werbetrommel. Am Super-Bowl-Sonntag schalten Pizzadienste mehr als 70 Spots. Ein 30-Sekunden-Spot während des Spiels kostet zwischen 2,7 und 3 Millionen Dollar. Beim ersten Super Bowl war der Spot-Preis mit 42.000 Dollar vergleichsweise spottbillig.

Ein teurer Spaß:

Ein Super-Bowl-Besuch ist nichts für arme Schlucker. Die Tickets für die 43. Ausgabe kosten zwischen 3.500 und 7.000 Dollar, auf dem Schwarzmarkt noch viel mehr. Dennoch wird die Arena mit 72.500 Plätzen restlos ausverkauft sein. Die billigsten Tickets mit Preisen von 500 Dollar waren innerhalb kürzester Zeit vergriffen.

Wer mit dem Auto anreist und in der Nähe des Stadions parkt, muss noch einmal zusätzlich blechen. 60 Dollar pro Auto werden verlangt, für mit Stretch-Limousine vorfährt muss 165 Dollar berappeln und für Busse und Mini-Busse kostet der Parkplatz satte 325 Dollar.

Der Quarterback macht's:

Die beliebteste Position für die Ehrung zum Super-Bowl-MVP ist die des Quarterbacks. 21 Mal, davon gleich die ersten vier Mal in Folge, wurden Spielmacher zum MVP gekürt. Auch in den letzten beiden Jahren - erst Peyton Manning mit den Colts, anschließend der kleine Bruder Eli mit den Giants.

Kein Manning

Während in den letzten beiden Jahren jeweils ein Manning den Super Bowl gewann und auch als MVP ausgezeichnet wurde, ist jetzt bereits klar, dass dieses Jahr kein Manning den Super Bowl gewinnen wird. Sowohl im Kader der Cardinals als auch der Steelers findet sich kein Spieler mit dem Nachnamen Manning.

Zweiter Erfolg:

Kurt Warner von den Cardinals oder Ben Roethlisberger von den Steelers werden der elfte Quarterback sein, der zweimal den Super Bowl gewinnt. Warner siegte 2000 mit den St. Louis Rams, Big Ben führte die Steelers bereits 2006 zum Erfolg. Von den aktiven Spielmachern ist nur Tom Brady mit drei Titeln dann erfolgreicher.

Premiere:

Die Cardinals stehen erstmals in der Geschichte im Super Bowl. Zwar gewannen sie die NFL Championships 1925 und 1947 als Chicago Cardinals, der Super Bowl wird aber erst seit 1967 ausgetragen. Für Pittsburgh ist es die siebte Finalteilnahme. Fünf Mal gewannen die Steelers die Vince Lombardi Trophäe, ein Mal unterlagen sie den Dallas Cowboys (1996).

Fluch der Heimmannschaft:

Die heimischen Fans müssen weiterhin auf den Super-Bowl-Sieg ihrer Mannschaft warten. Zwar gewannen die San Francisco 49ers Super Bowl XIX, aber das Spiel fand nicht im 49ers-Stadion Candlestick Park statt, sondern im Stanford Stadium. Demnach dürfte eines für die kommende Saison bereits klar sein: Die Miami Dolphins werden 2010 nicht Super-Bowl-Champion.

Unterhaltung:

Für Stimmung ist natürlich auch gesorgt. "The Boss" Bruce Springsteen und die E Street Band werden in der Halbzeitpause Gas geben. Die Nationalhymne gibt Jennifer Hudson zum Besten, den Münzwurf führen die ehemaligen Super-Bowl-Sieger John Elway, Lynn Swan und Roger Craig aus.

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