

Lauf Foster, lauf! Texans bleiben ungeschlagen
Von Eric Böhm
München/East Rutherford - Dank des überragenden Arian Foster haben die Houston Texans ihre perfekte Bilanz auch am 5. Spieltag verteidigt (Die NFL-Saison LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM)
Der Running Back führte das Team im Monday Night Game mit 152 Yards sowie einem Touchdown zum 23:17 (7:7, 6:0, 10:7, 0:3)-Auswärtserfolg bei den New York Jets.
Um den ersten Sieg in der Texans-Historie gegen die Jets - im fünften Versuch - musste aber bis zum Schluss gezittert werden.
"Ihre Ergebnisse sind mir egal: Das war heute ein starker Gegner. Unsere Offensive Line hat mir die Lücken verschafft. In unserem ersten knappen Spiel dieser Saison haben wir die Nerven behalten", freute sich Foster bei "ESPN".
Jackson macht den Sack zu
Cornerback Kareem Jackson fing knapp zwei Minuten vor Schluss einen Pass von New Yorks Mark Sanchez ab.
Gegen die starke Abwehr der Gäste kam der in der Kritik stehende Quarterback zwar auf 230 Yards, brachte jedoch nur 14 seiner 31 Pässe an und leistete sich zwei Interceptions.
"Wir haben zwar nicht ganz so dominant wie zuletzt gespielt. In den entscheidenden Situationen waren wir da", sagte Defensive End J.J. Watt, dem auch im fünften Saisonspiel ein Quarterback-Sack gelang.
Houston zieht mit Atlanta gleich
Nach vier teils sehr deutlichen Erfolgen erwarteten viele Experten den nächsten Kantersieg des Mitfavoriten auf den Super Bowl (DIASHOW: Bilder des 5. Spieltags).
Ein Fehlpass von Spielmacher Matt Schaub (14 von 28 für 209 Yards) in die Arme von New Yorks Antonio Cromartie ermöglichte den Gastgebern im ersten Viertel den Ausgleich.
Dann legte aber Foster los und verschaffte Houston bis zur Mitte des dritten Spielabschnitts mit unwiderstehlichen Läufen eine 20:7-Führung.
"Arian hat das Kommando übernommen und großartig gespielt. Wir sind eins von zwei ungeschlagenen Teams. Das kann so weitergehen", meinte Schaub. Nur Atlanta weist ebenfalls eine weiße Weste auf.
Schaubs Serie hält
Für Schaub, der die Playoffs 2011 aus Verletzungsgründen verpasst hatte, war es der neunte Sieg als Starter in Folge - die aktuell längste Serie der NFL.
Erst ein Kickoff-Return durch Joe McKnight - er trug den Ball über 100 Yards in die Endzone zurück - brachte die Jets wieder in Schlagdistanz.
Der ersatzgeschwächte Angriff fand nie einen Rhythmus. Vor allem das Fehlen von Tight End Dustin Keller und Receiver Santonio Holmes machte sich bermerkbar.
"Es lief nicht rund. Trotzdem dachte ich, wir würden in der letzten Angriffsserie einen Touchdown erzielen", sagte Receiver Chaz Schilens.
Fans fordern Tebow
Vorher hatte es erneut heftige Buhrufe gegen Sanchez und unüberhörbare Sprechchöre gegeben, die Tim Tebow forderten.
Auch der sporadisch eingesetzte Ersatz-Spielmacher konnte die dritte Saisonpleite trotz einiger guter Läufe nicht verhindern ( DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).
Die Kontroverse um mehr Spielzeit für den Publikumsliebling dürfte dennoch weitergehen.
Sanchez wollte sich dazu nicht äußern: "Wir haben uns die Chance auf den Sieg erarbeitet. Das ist am wichtigsten."
Bangen um Cushing
Einen potenziell sehr großen Wermutstropfen mussten die siegreichen Texans aber schlucken.
Linebacker Brian Cushing, einer ihrer besten Verteidiger, verletzte sich bereits in der ersten Hälfte am linken Knie. Eine Diagnose steht noch aus.
"Ich bin sehr besorgt. Ich weiß nicht, was passiert ist. Die Jungs haben mir nur gesagt, dass er möglicherweise im Kunstrasen hängengeblieben ist", erklärte Houstons Head Coach Gary Kubiak.