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Barrack Obama mit Football und Pittsburghs ehemaligen Running Back Jerome Bettis © getty

Bei Super Bowl XLIII hat Pittsburgh die Unterstützung des US-Präsidenten sicher. Doch nicht nur das stimmt Trainer Tomlin positiv.

Von Rainer Nachtwey

München/Tampa - Eine Woche lang beherrschte Hines Ward die Schlagzeilen in Pittsburghs Zeitungen. Spielt er? Spielt er nicht? Was macht sein Knie?

Die "Pittsburgh Post-Gazette" brachte ein tägliches Update nach dem Training.

Nun ist klar: Der Wide Receiver der Pittsburgh Steelers wird im Super Bowl XLIII gegen die Arizona Cardinals (ab 0 Uhr LIVESCORES) auflaufen.

"Hines geht es großartig. In meinen Augen war es nie eine Frage, ob er spielen wird", sagte Trainer Pittsburghs Mike Tomlin.

Und auch bei Quarterback Ben Roethlisberger gibt es Entwarnung. "Big Ben", der zuletzt die eine oder andere Übungseinheit ausgelassen oder nur teilweise mittrainiert hatte, wird dem Head Coach zur Verfügung stehen. "Ben fühlt sich gut. Er wird definitiv spielen", legte sich Tomlin fest.

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Verletzte:

Nicht nur die Steelers, auch die Cardinals plagen Verletzungssorgen. Defensive End Travis LaBoy schlägt sich mit einer Verletzung an der Bizepssehne herum. Ob er aufläuft, wird sich wohl erst kurz vor dem Spiel entscheiden.

Zudem ist auch sein Verteidigungskollege auf der linken Seite der Defensive Line angeschlagen. Antonio Smith ist am Knie verletzt. Allerdings gibt Smith selbst Entwarnung. Er werde spielen, sagte der 27-Jährige nach dem Training.

Prominente Unterstützung:

Kein geringerer als der aktuelle US-Präsident Barrack Obama drückt den Steelers die Daumen. Obama erhielt bei seiner Kandidatur große Unterstützung durch die Rooney-Familie, die Besitzer der Steelers.

Australian-Open-Siegerin Serena Williams hofft auf einen Sieg der Arizona Cardinals. Die "kleine Williams" tippt auf ein 21:17 für Arizona. 62326(DIASHOW: Promis tippen den Super Bowl)

Rekorde:

Die Steelers können sich zum Rekordsieger küren. Mit einem Sieg über die Cardinals wäre es der sechste Meistertitel nach 1974, 1975, 1978, 1979 und 2005. Damit würden sie sich vor die Dallas Cowboys (1971, 1977, 1992, 1993, 1995) und San Francisco 49ers (1981, 1984, 1988, 1989, 1994) setzen, die wie Pittsburgh derzeit fünf Triumphe vorweisen können. Gegen die Cowboys kassierten die Steelers 1995 übrigens ihre einzige Super-Bowl-Niederlage.

Für die Cardinals ist es die erste Teilnahme am Super Bowl. Zwar gewannen sie bereits zweimal die Meisterschaft in der NFL (1925 und 1947 als Chicago Cardinals), nur gab es damals den Super Bowl und die Vince Lombardi Trophy noch nicht.

Wartezeit:

Kein Team in der NFL wartet so lange auf die Meisterschaft wie die Cardinals. Mit 61 Jahren weist die Mannschaft aus dem Wüstenstaat die längste Dürreperiode in Sachen Titel auf. Damit belegen die Cardinals Rang zwei in den vier großen US-Sport-Serien. Nur die Chicago Cubs warten mit exakt 100 Jahren noch länger auf den Meistertitel.

In der NBA gewannen die Sacramento Kings, damals noch als Rochester Royals, zuletzt vor 57 Jahren die Finals. In der NHL liegt der letzte Titel der Chicago Blackhawks am längsten zurück.

Letztes Aufeinandertreffen:

Im September 2007 entschied Arizonas Head Coach Ken Whisenhunt das Duell mit seinem Ex-Klub Pittsburgh Steelers für sich. Die Mannschaft des ehemaligen Offensive Coordinators der Steelers gewann mit 21:14.

Kurt Warner teilte sich in jenem Spiel die Quarterback-Aufgaben mit seinem jetzigen Backup Matt Leinart. Warner warf einen Touchdown-Pass und Nummer-Drei-Receiver Steve Breaston erzielte durch einen Punt-Return über 73 Yards einen Touchdown.

Das sagen die Trainer:

Ken Whisenhunt (Arizona Cardinals): "Ich hoffe, dass uns die lange Pause und das ganze Tamtam nicht zu sehr abgelenkt hat. Wir hatten ein paar Spiele diese Saison, bei denen wir uns zu wenig darauf fokussiert und dann auch verloren haben. Aber wir haben in den Playoffs gezeigt, zu was wir fähig sind, und haben gegen Carolina und Philadelphia gewonnen, gegen die wir zuvor in der Regular Season verloren hatten."

Mike Tomlin (Pittsburgh Steelers): "Die Jungs standen diese Woche extrem unter Druck, haben das aber gut gemeistert. Wir haben uns in meinen Augen sehr gut vorbereitet, aber ob es auch ausreichend war, werden wir erst am Sonntag sehen."

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