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2008 war für Todd Haley (l., mit Warner) die zweite Saison mit den Cardinals © getty

Dem Herzstück des Super-Bowl-Teilnehmers droht ein jähes Ende: Offensiv-Trainer Todd Haley verlässt Arizona Richtung Kansas.

Von Jessica Pulter

München - Die Super-Bowl-Niederlage gegen die Pittsburgh Steelers (zum Artikel) ist noch keine Woche her und schon scheinen die Arizona Cardinals vollkommen auseinander zu brechen.

Das Herzstück des NFC-Champions - die Offense - wird in der kommenden Saison nicht mehr dieselbe sein.

Während Quarterback Kurt Warner und einer seiner Lieblings-Receiver noch über ihre Zukunft bei der Franchise nachdenken, verlässt der Kopf hinter dem Angriffspiel die Cardinals.

Offensive Coordinator Todd Haley hat das Angebot der Kansas City Chiefs angenommen und wird deren neuer Head Coach.

Posten als Head Coach

Die Chiefs hatten in dieser Saison mit nur zwei Siegen bei 14 Niederlagen die Playoffs meilenweit verpassten.

Über die Laufzeit des Vertrags und den finanziellen Rahmen wurde allerdings noch nichts bekannt.

Mit Haley schlagen auch die Chiefs den Weg ein, einen jungen Trainer zu holen, der erstmals die Rolle als Chef-Coach übernimmt. Damit hatten zum Beispiel die Steelers mit Mike Tomlin diese Saison großen Erfolg gehabt. 62743(Die Bilder vom Super Bowl)

Neuer Rekord unter Haley

Die Taktik des 41-jährigen Haley trug maßgeblich dazu bei, dass die Cardinals zum Überraschungsteam der Saison wurden.

Mit 427 Punkten in der regulären Saison schaffte die Offensive einen neuen Franchise-Rekord, dazu waren sie das drittbeste Scoring-Team der Saison und landeten bei den Pass-Yards sogar auf Platz zwei.

Verschiedene Optionen für Warner

Anquan Boldin und Warner waren zwei der wichtigsten Spieler in diesem Offensiv-System. Doch der Quarterback zögert noch, auch fürs kommende Jahr bei den Cardinals zu unterschreiben.

Während Warner selbst am Dienstag meinte, er würde nur für Arizona spielen oder seine Karriere beenden, lässt sein Agent Mark Bartelstein noch weitere Optionen offen.

"Kurt möchte erst einmal tief durchatmen und sich erholen, und dann will er sichergehen, ob das die richtigen Möglichkeiten sind", sagte Bartelstein der "East Valley Tribune".

Boldin sieht nur noch geringe Chancen

Sollte Warner, dem wohl ein Zwei-Jahres-Vertrag für knapp 20 Millionen US-Dollar angeboten wurde, nicht zurückkommen, sinkt auch die Chance, mit Boldin in die kommende Saison zu gehen.

Der Wide Receiver erklärte am Donnerstag, sein Verbleib in Arizona werde immer unwahrscheinlicher.

Boldin war neben Larry Fitzgerald und Steve Breaston der dritte Passempfänger der Cardinals, der in der Saison die 1000-Yards-Marke knackte.

Ohne das Dreigestirn Warner, Boldin und Haley wird der überragende Einzug in den Super Bowl, der den Cardinals in diesem Jahr zum ersten Mal gelang, im kommenden Jahr kaum mehr zu stemmen sein.

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