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Robert Griffin III (l.) warf an Thanksgiving 304 Yards für Washington gegen Dallas © getty

Am 17. Spieltag kommt es zum Showdown der Rivalen Washington und Dallas. Auf einem Rookie lastet enormer Druck.

Von Barnabas Szoecs

München - Es ist der große Showdown des letzten NFL-Spieltags!

Wenn in der Nacht von Sonntag auf Montag die Washington Redskins die Dallas Cowboys empfangen (ab 2.20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM), ist das mehr als nur ein Duell zweier erbitterter Division-Rivalen.

Es ist viel mehr. Denn geht um Alles. Es geht um die Playoffs - und nur der Gewinner wird weiterkommen. (ANALYSE: Aus fünf mach zwei: Wer erreicht die Playoffs?)

Wem das gelingt, der wird sich zudem die Krone in der NFC East aufsetzen dürfen. Der Verlierer würde mit leeren Händen dastehen.

Auf die vage Chance, trotz einer Pleite doch noch in die Playoffs einzuziehen, sollten Chicago und Minnesota ihre Spiele verlieren, wollen sich die Redskins keinesfalls verlassen.

Das Aus stellt für beide Mannschaften ein No-Go-Szenario dar, weshalb sie den Kickoff - wie auch die Liga - kaum erwarten können. (655244DIASHOW: Die Bilder des 16. Spieltages)

Thanksgiving-Sieg als Omen?

"Alles, wofür wir hingearbeitet haben, was wir in den letzten sechs Wochen erreicht haben, wird an diesem Wochenende zusammenkommen", so Redskins-Coach Mike Shanahan.

Sein Team ist seit sechs Partien ungeschlagen und die führt die Division mit 9:6 an: "Aber das alles bedeutet gar letztlich nichts, wenn wir Dallas nicht schlagen können."

Wie es ist, "America's Team" zu schlagen, wissen die Hauptstädter dank ihres auftrumpfenden Rookie-Quarterbacks Robert Griffin III. sehr genau:

Am 22. November, dem Spieltag an Thanksgiving, führte der Heisman-Trophy-Sieger sein Team zu einem 38:31-Erfolg in Texas und warf für 304 Yards.

RGIII spürt die Anspannung

Nun wartet auf RGIII das bedeutendste Spiel seiner noch jungen NFL-Karriere. Der Druck und die Erwartungen sind nun ungleich größer. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

"Viele von uns haben von dieser Rivalität zwischen Cowboys und Redskins noch nicht viel mitbekommen", so der 22-jährige Griffin: "Aber wir können die Anspannung der Fans spüren, wie viele über die Cowboys denken. Genau mit dieser Einstellung muss unser Team ins Spiel gehen."

Soll bedeuten: Cowboys empfangen, deren Playoff-Traum zerstören, sich den Division-Titel schnappen und in die K.o.-Runde einziehen.

Dallas schon wieder am Scheideweg

Doch Dallas genießt trotz schlechterer Bilanz (8:7) einen mentalen Vorteil. Die Truppe um Quarterback Tony Romo kennt diese angespannte Ausgangssituation aus der vergangenen Saison.

Damals unterlag die Texaner dem späteren Champion aus New York nach gleicher Konstellation. Und auch 2008 mussten sie Philadelphia den bitteren Vortritt lassen.

"Wenn man die Playoffs erreicht, ist alles möglich", so Romo, der eine insgesamt starke Saison spielt: "Ich weiß das. Dieses Szenario haben wir oft genug erlebt. Wir müssen einfach den richtigen Schritt machen, um in die Playoffs zu kommen."

Augenmerk auf Morris

Dabei sollte das Team von Trainer Jason Garrett noch einen zweiten Rookie der Redskins nicht aus den Augen lassen: Alfred Morris.

Beim letzten Aufeinandertreffen gelang dem Running Back ein Touchdown, insgesamt erlief er mit dem Ei 113 Yards.

Griffin setzt auf glühendes Stadion

Auf der Gegenseite wird Morris' Pendant DeMarco Murray wieder zum Einsatz kommen, nachdem er die Heimpleite verletzungsbedingt von der Seitenlinie verfolgen musste.

Doch mit ihren Fans im Rücken wollen die Redskins den ersten NFC-East-Titel seit 1999 einfahren und in die Playoffs: "Unsere Fans werden das Stadion zum Glühen bringen", verspricht Griffin: "Wir haben den Heimvorteil auf unserer Seite."

SPORT1 blickt auf eine weitere Partien des 17. Spieltages der NFL:

Minnesota Vikings - Green Bay Packers

Für die einen geht es um "nur" die Playoffs, für die anderen um einen gesicherten Platz in der NFC-Division-Runde.

Doch ganz so einfach ist die Situation vor dem NFC-North-Duell (ab 22.20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+ und im LIVESTREAM) zwischen Minnesota (9:6) und den Green Bay Packers (11:4) nicht.

Vikings brauchen einen Sieg

Bei einem Heimsieg über den großen Favoriten um Quarterback Aaron Rodgers wäre den Vikings der Playoffplatz sicher. Sollten sie jedoch verlieren, müssen sie auf Pleiten der Cowboys, der Giants und Chicagos hoffen.

"Bereits im Training Camp geht es für die Teams nur um die Playoffs", so Vikings-Coach Leslie Frazier: "Für uns ist allein die Chance auf die Playoffs eine Errungenschaft. Aber bis wir es tatsächlich geschafft haben, ist es schwer, die passenden Gefühle einzuordnen."

Rekordjagd rückt in den Hintergrund

Da rückt sogar die Rekordjagd seines Running-Back-Superstars Adrian Petersen in den Hintergrund, der weiterhin die 2105-Yards-Rushing-Bestmarke von Eric Dickerson knacken kann.

Petersen fehlen noch 208, die er gegen Green Bay erlaufen will.

Eines ist für Coach Frazier aber völlig klar: "Wir müssen diese Partie gewinnen."

McCarty setzt Scheuklappen auf

Mit der selben Einstellung geht auch Packers-Coach Mike McCarty ins Spiel. Sein Team könnte bei einer Niederlage Platz die angestrebte Bye-Week verpassen, abhängig von einigen anderen Begegnungen am Wochendende.

"Mich kümmern all die verschiedenen Szenarios nicht", sagt McCarty: "Unser Fokus liegt auf dem Sieg über die Vikings. Wann und gegen wen wir spielen, ist nicht mein Thema."

Verlieren die Packers, könnte es bereits in Runde eins zum erneuten Duell mit den Vikings kommen.

Ein Szenario, das McCarthy und seine Packers unbedingt verhindern wollen.

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