Belohnungen für die Stars der Saison
Jede Saison lebt von den spektakulären Leistungen toller Athleten. Am Ende des Jahres werden die besten von ihnen dann individuell ausgezeichnet. Eine kurze Vorschau auf mögliche Kandidaten für die Auszeichnungen der besten Spieler und besten Neuprofis.
Spieler des Jahres (Angriff)
Die üblichen Verdächtigen: Peyton Manning, Quarterback, Denver; Adrian Peterson, Running Back, Minnesota; Aaron Rogers, QB, Green Bay
Mannings Top Saison nach vier Nackenoperationen spricht für sich. Aber was spräche gegen den statistisch besten Passgeber, Aaron Rodgers aus Green Bay? Sein Team ist erfolgreich und er spielt Woche für Woche auf höchstem Niveau.
Wer Adrian Peterson gegen Rodgers Packers gesehen hat kann ihm ebenfalls guten Gewissens den Preis zuerkennen. Gegen Green Bay erlief er im Schnitt 205 Yards pro Spiel. Und brach fast Eric Dickersons Fabelrekord von 2105 Yards in einer Saison.
Und dann war da noch: Calvin Johnson
Was Peterson nicht gelang, Johnson schaffte es. Er hält seit diesem Jahr den Rekord für die meisten Yards aus gefangenen Pässen (1964) Und er pulverisierte dabei Jerry Rice Bestmarke aus dem Jahr 1996. Auch wenn Johnsons Team nicht sehr erfolgreich war, Johnson war einer der besten Spielern dieses Jahres.
Spieler des Jahres (Abwehr)
Die üblichen Verdächtigen: J.J. Watt, Defensive End, Houston; Aldon Smith, Linebacker, San Francisco; Von Miller, Linebacker, Denver
Smith und Miller brachten es zu Ruhm und Ehren als die besten Pass Rusher der Saison. Watt definierte die Position des Defensive Ends in der 3-4 Defense neu und wurde zu einer gefürchteten Waffe in allen Phasen des Spiels.
Und dann waren da noch: Darryl Washington, Geno Atkins
Washington spielte in der Anonymität der Loser Truppe aus Arizona. Aber wie er spielte. Gleichermaßen stark in Lauf und Passabwehr konnte der Modellathlet auch als Pass Rusher glänzen und insgesamt 9 Sacks verbuchen. Er steht mittlerweile mit San Franciscos Inside-Linebackern Navarro Bowman und Patrick Willis auf einer Stufe.
Atkins hatte eine dominante Saison in der Defensive Line der Bengals. Neben 53 Tackles konnte er 12,5 Sacks verbuchen, ein Wert, den Defensive Tackles nur selten erreichen. Gegen Pittsburgh war er öfter im Rückraum der Steelers zu finden als deren Running Back Rashad Mendenhall.
Rookie des Jahres (Angriff)
Die üblichen Verdächtigen: Russell Wilson, QB, Seattle; Robert Griffin III, QB, Washington; Andrew Luck, QB, Indianapolis; Alfred Morris, RB, Washington
Über die drei Rookie Quarterbacks ist viel geschrieben worden in diesem Jahr. Die sensationellen Jungstars haben allesamt ihr Team in die Playoffs geführt, Griffin ist sogar in den Pro Bowl gewählt worden. Morris hat ein tolles Jahr hinter sich (Was für ein Draft der Redskins!)
Und dann war da noch: Doug Martin
Lange galt er als der beste Neuling auf der Running-Back-Position. Und im Nachhinein betrachtet ist er es wohl auch. Die Buccaneers konnten die Playoffs nicht erreichen, aber an Martin lag es nicht. Er trug über 1900 Gesamt Yards zum Erfolg bei, mehr als jeder andere Rookie-Runner. Vor Allem als Fänger ist er schon sehr ausgereift, trotz seiner geringen Erfahrung.
Rookie des Jahres (Abwehr)
Die üblichen Verdächtigen: Casey Heyward, CB, Green Bay; Luke Kuechly, Linebacker, Carolina; Bobby Wagner, Linebacker, Seattle (Was für ein Draft der Seahawks!)
Kuechly und Wagner waren Anker ihrer beiden Abwehrteams und haben beide über 100 Tackles gemacht. Heyward hatte einen goldenen Oktober mit 4 Interceptions.
Und dann war da noch: Janoris Jenkins
Jenkins kam mit vielen Warnungen aus dem College. Er galt als Spieler mit großem Potenzial, aber auch als einer, der gerne in Schwierigkeiten gerät. Die Rams spielten auf Risiko und gewannen. Bis jetzt verhielt sich Jenkins einwandfrei – und entwickelt sich spielerisch zu einem Shut-Down Corner.
Florian Berrenberg, 48, ist ein anerkannter Football-Experte und kommentiert seit 2011 regelmäßig Spiele aus der besten Liga der Welt für SPORT1+. Darüber hinaus verfügt er über jahrzehntelange Erfahrung als Spieler und Trainer. In der German Football League (GFL) arbeitete er zwischen 1991 und 2008 als Assistenz- oder Cheftrainer in München, Hamburg und Rothenburg o.d. Tauber. In der NFL Europe betreute er bei der Frankfurt Galaxy die Defensive Backs. Neben erfolgreicher Tätigkeit im Nachwuchsbereich, stand er zwischen 1993 und 2005 der deutschen Nationalmannschaft als Defense-Trainer zur Verfügung. Bei SPORT1.de analysiert Berrenberg in seiner Kolumne das NFL-Geschehen auf und abseits des Platzes.