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Drei Touchdown-Pässe und zwei Interceptions in drei Spielen: Kyle Orton © getty

Für die kommende Saison leisten sich die Chicago Bears keinen neuen Spielmacher. Kyle Orton soll der Starting Quarterback sein.

Von Tobias Kimmel

München - Head Coach Lovie Smith hat sich entschieden: Kyle Orton soll in der anstehenden Saison der Starting Quarterback der Chicago Bears sein.

"Ich habe mit Kyle als Anführer unserer Offense ein gutes Gefühl", sagt Smith.

Rex Grossman, der den Klub aus der "Windy City" in den Super Bowl XLI geführt hatte, muss sich mit der Bank zufrieden geben ? zunächst.

Denn der Platz des Spielmachers in der Startformation der Bears war vergangene Saison nicht viel wert.

Erfolglose Wechsel

Immer wieder schwenkte Smith zwischen Grossman und Brian Griese hin und her. Keiner der beiden konnte überzeugen. Nach Grossmans Verletzung ließ Smith sogar seine Nummer drei, Orton, spielen. Gebracht haben diese Wechselspielchen nicht viel.

Chicago wurde mit einer Bilanz von sieben Siegen bei neun Niederlagen Letzter der NFC North.

Erfolgreicher Starter gesucht

Doch anstatt sich auf der Spielmacher-Position entscheidend zu verstärken, bevorzugen die Bears die erneute Hängepartie.

Denn weder Orton noch Grossman haben auf den ersten Blick das Zeug zum erfolgreichen Starter. Orton fuhr bei seinen drei Spielen am Saisonende zwei Siege ein, warf dabei aber auch nur drei Touchdown-Pässe, nebst zwei Interceptions.

Eine Nummer drei als Starter kann Smith diesmal kaum aus dem Hut zaubern. Denn mit Caleb Hanie sowie Nick Hill sitzen nur noch Quarterback-No-Names auf der Bank.

Kein Spielmacher

Chicago hat es verpasst, sich in der Offseason auf der vermeintlich wichtigsten Position zu verstärken. Auch im Draft wählten sie in der ersten Runde lieber Offensive Tackle Chris Williams, statt einen Spielmacher zu verpflichten.

Hoffnungsvolle Talente wie Joe Flacco, Chad Hennem, Brian Brohm und Colt Brennan wären noch frei gewesen. Doch die Bears wählten in den sieben Draft-Runden keinen einzigen Spielmacher.

Orton "auf hohem Level"

Orton hat keine Zweifel, dass Smith alles richtig gemacht hat und er zu Recht Starter wird: "Ich werfe jetzt genauer, meine Führungsqualitäten sind gestiegen ? einfach dadurch, dass ich auf einem hohen Level spiele", sagt Orton.

Grossman hingegen ist unzufrieden und wollte sich zunächst nicht äußern. Sein Coach berichtete, dass er sehr enttäuscht sei.

"Keine Starter Jobs auf Lebenszeit"

Aber selbst Ortons Zusage sei nicht in Stein gemeißelt. Laut Smith sei "auf keiner Position irgendetwas endgültig entschieden. Es gibt keine Starter Jobs auf Lebenszeit oder so was."

Das kennen wir ja bereits aus der vergangenen Saison.

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