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Marquis Cooper spielte bereits für sechs verschiedene Teams in der NFL © getty

Vier Spieler, darunter ein Linebacker der Raiders, kentern während einer Angeltour. Einer wird gerettet, drei Männer sind verschwunden.

Von Felix Götz

München - Was als harmloser Angelausflug vor der Küste von Florida begann, endete für vier Football-Spieler in einem Fiasko.

Marquis Cooper (Oakland Raiders), Nick Schuyler (ehemaliger Spieler der Universität von Florida), Corey Smith (früher Detroit Lions) und William Bleakley (früher Universität von Florida) brachen am Samstag von Tampa Bay aus mit ihrem Boot auf.

Als die Männer auf hoher See waren, verschlechterte sich das Wetter plötzlich und das Boot kenterte in den meterhohen Wellen.

Die Küstenwache startete eine großangelegte Suchaktion. Schuyler wurde nach zwei Tagen auf dem Meer gerettet.

Kaum Überlebenschancen

70 Stunden lang kämpften die Helfer mit Flugzeugen, Schiffen und zahlreichen Booten um das Leben der anderen Spieler - dann gaben sie auf.

"Wir sind sicher, dass wir Überlebende gefunden hätten, wenn sie sich auf der Meeresoberfläche befunden hätten", sagte Küstenwachen-Kapitän Timothy Close.

Die Überlebenschancen im 18 Grad kalten Wasser sind nach Ansicht von Experten jetzt fast bei null. "Man kann eben nicht immer schwimmen", begründete der Berater der Küstenwache, James Allen, die Aufgabe.

Zudem wurde eine orangefarbene Schwimmweste gefunden - auch das ein eher schlechtes Zeichen.

Zu leichtsinnig?

Am Sonntag meldeten Angehörige die Männer erstmals als vermisst. Die Verunglückten sollen sich 56 Kilometer vom Strand entfernt haben.

Laut Bob Zales, Präsident der nationalen Boots-Charter-Agentur, eindeutig zu weit: "Mit einem Boot dieser Größe würde ich niemals weiter als 30 oder maximal 45 Kilometer hinausfahren."

Schuylers Vater Stuart hat die Hoffnung indes noch nicht aufgegeben: "Wir beten für sie. Sie sind alle wirklich enge Freunde."

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