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Colin Kaepernick (r.) lieferte zum Saisonauftakt drei Touchdowns ab © getty

Der 49ers-Quarterback liefert ein Passfeuerwerk ab, Boldin feiert ein Traumdebüt. Manning und die Giants versagen in Dallas

Von Florian Pertsch

San Francisco - Im Duell zweier Super-Bowl-Favoriten haben sich die San Francisco 49ers gegen die Green Bay Packers mit 34:28 (14:14) durchgesetzt.

Auch acht Monate nach dem bitteren Playoff-Aus mussten sich die Gäste aus Green Bay 49ers-Quarterback Colin Kaepernick geschlagen geben.

Der NFL-Shooting-Star der vergangenen Saison lieferte erneut eine Gala ab und brachte es auf 412-Passing-Yards und drei Touchdowns (LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Vernon Davis griff sich für San Francisco zwei Pässe in der Endzone, Anquan Boldin, vergangene Saison mit Baltimore noch Super-Bowl-Gegner der 49ers, erzielte beim Debüt einen Touchdown.

Traumdebüt für Boldin

"Nach dem Playoff-Aus in der letzten Saison war klar, dass Green Bay mit hoher Intensität in dieses Spiel gehen wird", erklärte Ex-Raven Boldin.

Der Wide Receiver fing 13 Pässe über 208 Yards und erreichte damit zum zweiten Mal in seiner Karriere mehr als 200 Yards in einem Auftaktspiel. Die Leistung gegen Green Bay war der sechstbeste Wert seit 1933.

Bis zur Pause hielten die Packers in Kalifornien gut mit, Quarterback Aaron Rodgers fand Randall Cobb früh in der Partie und antwortete auf Davis' ersten Touchdown (DATENCENTER: Der NFL-Spieplan).

Das gefürchtete Laufspiel Kaepernicks wussten die Packers zu unterbinden, sodass der Shooting Star der vergangenen Saison sich auf das Passen fokussierte.

Matthews sorgt für Rangelei

Boldin, der den verletzten Michael Crabtree ersetzte, erhöhte zur 14:7-Führung, aber Green Bay glich dank Quarterback Aaron Rodgers (333 Yards, 3 Touchdowns, 1 Interception) und Tight End Jermichael Finley erneut aus (DIASHOW: Die Stars der NFL).

Kurz vor der Pause gerieten beide Mannschaften nach einer unnötigen Aktion von Packers-Linebacker Clay Matthews aneinander.

Green Bays Verteidiger tacklte 49ers-Quarterback Kapernick nach dem Spielzug im Aus und sorgte so für ein paar Handgreiflichkeiten.

Die Schiedsrichter ließen das dritte Down wiederholen und machten so San Franciscos Touchdown von Boldin möglich.

Matthews, der vor dem Spiel die Kaepernick-Jagd ausgerufen hatte, entschuldigte sich hinterher für den unsinnigen Hit.

"Keine sehr kluge Aktion"

"Es war keine sehr kluge Aktion. Ich hätte wissen müssen, dass er den Schritt ins Aus macht. Es ist aber nichts Persönliches. Nach dem Spiel haben wir schon wieder Scherze gemacht", erklärte Matthews.

49ers-Tackle Joe Staley packte sich Green Bays Linebacker und handelte für sein Verhalten eine Starfe wegen unsportlichen Verhaltens ein.

"Ich muss mich besser beherrschen, aber ich kann es nicht zulassen, dass Kaep im Aus so umgemäht wird. Ich wollte ihn nur wissen lassen, dass so etwas nicht geht", sagte Staley.

Kaepernick selbst blieb komplett ruhig: "Wenn Einschüchterung der Plan für das Spiel war, dann sollte der nächste besser sein."

Zwar übernahmen die Packers Mitte des vierten Viertels mit 28:24 die Führung, doch ein Touchdown von Running Back Frank Gore gab die passende 49ers-Antwort.

Phil Dawson setzte mit seinem Field Goal 26 Sekunden vor dem Ende den Schlusspunkt zum 34:28-Endstand.

Cowboys gewinnen Saison-Auftakt

Die Dallas Cowboys starteten erfolgreich in die Saison und besiegten die New York Giants mit 36:31 (13:10).

New York, das ohne den verletzten Deutschen Markus Kuhn in Texas antrat, startete mit zwei frühen Interceptions von Eli Manning, aber Dallas nutzte die Giants-Fehler nicht konsequent. Mit 13:10 für die Cowboys ging es in die Halbzeit.

Auch nach der Pause lief es für New York nicht besser. Wilson mit dem nächsten Turnover, Barry Church nutzte die Chance und erzielte den Touchdown zur 20:10-Führung (670439DIASHOW: Die Cheerleader der NFL).

New York startete anschließend eine kleine Aufholjagd. Quarterback Manning sorgte für zwei Touchdowns auf Victor Cruz und schraubte den Spielstand auf 24:30.

Turnover ohne Ende

Danach schlich sich aber erneut der Fehlerteufel bei den Giants ein. Es folgte Turnover Nummer 6, einen abgefälschten Pass von Manning fing Carr ab und trug ihn zum entscheidenden 36:24 in die Endzone.

Mannings vierter Touchdown-Pass elf Sekunden vor Schluss kam zu spät.

Am Ende standen für Manning 450 Yards, vier Touchdowns, drei davon auf Victor Cruz, aber auch drei Interceptions zu Buche.

Cowboys-Quarterback Tony Romo spielte solide und kam auf 263 Yards, zwei Touchdowns und eine Interception.

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