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Peyton Manning (l.) wurde bisher zwölfmal in den Pro Bowl berufen © getty

Peyton führt die Broncos am 2. Spieltag nach New York. Eli kommt ein Frührenter zu Hilfe. San Francisco reizt die "She-Hawks".

Von Eric Böhm

München - Vor dem Super Bowl im Februar kommt der "Manning Bowl" nach New York: Zum inzwischen dritten Mal trifft das bekannteste Brüderpaar der NFL aufeinander.

Der "Manning Bowl" zwischen Elis New York Giants und Peytons Denver Broncos (ab 22.20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) ist einer der Höhepunkte des mit Top-Duellen gespickten 2. Spieltages. Die wenigen verfügbaren Tickets sind aktuell nicht mehr unter 210 Dollar zu haben.

Sportlich könnte die Ausgangslage kaum unterschiedlicher sein: Während die Broncos nach Peyton Mannings Rekord-Auftakt mit sieben Touchdowns schon vom Endspiel träumen, stehen die Giants bereits unter Druck. (516729DIASHOW: Die Mannings)

"Es ist eine schöne Sache und kommt ja nicht so oft vor. Deinen großen Bruder auf der anderen Seite zu sehen, bleibt dir lange im Gedächtnis. Ich würde mich später aber gern an wenigstens einen Sieg erinnern", sagt Eli Manning.

Jacobs soll Wilson Feuer machen

Bisher hat er beide Duelle verloren und warf bei der wilden Pleite am 1. Spieltag in Dallas neben vier Touchdowns auch drei Interceptions.

Nach insgesamt sechs Ballverlusten schäumte New Yorks Trainer Tom Coughlin vor Wut. Vor allem die Vorstellung seines Running Backs David Wilson (zwei Fumbles, 19 Yards) erzürnte ihn. (So spricht die NFL: Die wichtigsten Begriffe)

Die Rückholaktion von Brandon Jacobs aus dem Vorruhestand darf der laut Coughlin "sehr talentierte junge Mann" als eindringliche Warnung verstehen. Zudem könnte der kraftvolle Jacobs helfen, wenn nur wenige Yards zu überbrücken sind.

Receiver-Trio als Trumpf

Ein Start mit zwei Pleiten wäre für die "G-Men" - der deutsche Abwehrspieler Markus Kuhn fehlt noch verletzt - in der traditionell engen NFC East aber schon eine große Hypothek. (776285DIASHOW: Die Bilder des 2. Spieltages)

Nach den Niederlagen 2006 und 2010 gegen den großen Bruder sind diesmal die Vorzeichen für Eli Manning aber etwas besser, schließlich hat er in Victor Cruz, Hakeem Nicks und Rueben Randle ein gefährliches Receiver-Trio zur Verfügung - alle drei schafften in Dallas mehr als 100 Yards.

"Wir wissen, dass sie ein sehr gefährliches Team sind. Wir gehen das Spiel konzentriert, aber mit Respekt an", betont Denvers Safety Duke Ihenacho.

Bangen um Bailey

Umso wichtiger wäre für die Broncos die Rückkehr ihres besten Cornerbacks Champ Bailey, der sich immer noch mit einer Fußprellung herumplagt.

Die Abwehr lieferte im Eröffnungsspiel aber auch ohne ihn und den gesperrten Linebacker Von Miller eine Klasseleistung gegen Titelverteidiger Baltimore ab. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

"Das war ein guter Start, mehr nicht. Jetzt wird es richtig schwer. Es wird für mich wieder eine besondere Erfahrung", sagt Peyton Manning, der gegen Eli statistisch die Nase vorn hat - aber nicht bei den Super Bowls (1:2).

SPORT1 blickt auf eine weitere Partie des 2. Spieltages der NFL:

Seattle Seahawks - San Francisco 49ers

Ein potenziell richtungsweisendes Topspiel steigt im Nordwesten: Die Seattle Seahawks empfangen die San Francisco 49ers (ab 2.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) zum frühen Kracher der NFC West.

Durch den Aufschwung der vergangenen Jahre entwickelt sich zwischen den Kontrahenten eine interessante Rivalität, die nun schon via "Twitter" ausgetragen wird.

San Franciscos Running Back Anthony Dixon verspottete Seattle als "She-Hawks", College-Teamkollege K.J. Wright konterte mit "forty whiners" ("40 Heulsusen").

Neuer Weltrekord?

Zwar holten sich die "Niners" 2012 auf dem Weg in den Super Bowl die Divisionskrone, aber die 13:42-Abfuhr aus dem Dezember im CenturyLink Field steckt sicher noch in den Köpfen.

Zudem arbeitet Seattle mit psychologischer Kriegsführung und will mit einer Messung den Rekord für das lauteste Stadion der Welt brechen - die Bestmarke hält Fußball-Klub Galatasaray Istanbul mit 131,76 Dezibel.

Im Fokus stehen natürlich vor allem die beiden jungen Quarterbacks Colin Kaepernick und Russell Wilson, die bei ihren Auftakterfolgen brillierten.

Chicago Bears - Minnesota Vikings

Die Chicago Bears begrüßen mit den Minnesota Vikings (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM) ihren erklärten Lieblingsgegner im heimischen Soldier Field.

Die Gäste um MVP Adrian Peterson konnten nur eines der vergangenen zwölf Gastspiele gewinnen, verloren zuletzt gar fünfmal in Folge in der "Windy City".

Während dieser Erfolgsserie markierten die Bears im Schnitt über 35 Punkte pro Partie, für Minnesotas Coach Leslie Frazier ist das Rezept einfach: "Wenn wir auf den Ball aufpassen, haben wir eine Chance."

Bears sind heiß

In Detroit klappte dies zuletzt nicht. Quarterback Christian Ponder fabrizierte vier Ballverluste, die starke Abwehr der Gastgeber leckt sich schon die Finger.

"Es ist unsere Spezialität, Bälle freizuschlagen oder abzufangen. Darauf sind wir stolz. Das hilft auch unserem Angriff", meint Cornerback Charles Tillman.

Die Offensive kam beim Debüt des neuen Cheftrainers Marc Trestman spät aber gewaltig in Schwung.

Das Trio Jay Cutler, Brendan Marshall und Matt Forte machte gegen Cincinnati fast im Alleingang einen Rückstand von elf Punkten wett. "Am Ende musst du da sein, das ist entscheidend. So müssen wir weitermachen", weiß Cutler.

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