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Peyton Manning (r.) gewann 2007 mit den Indianapolis Colts den Super Bowl gegen Chicago © getty

Der Ältere zeigt es im Manning Bowl dem jungen Eli und siegt im letzten Familienduell. Die "She-Hawks" revanchieren sich.

Von Rainer Nachtwey

München/East Rutherford - Peyton Manning wird das neue Metlife Stadium in New Jersey genau in Betracht genommen haben. Denn am 2. Februar will der Quarterback der Denver Broncos erneut hier auftreten.

Und am besten gegen den gleichen Gegner.

Auch im dritten Manning Bowl der NFL-Geschichte entschied der ältere der beiden Brüder das Duell mit dem jüngeren Eli und dessen New York Giants für sich.

Beim 41:23 (10:9)-Erfolg unterstrich die Mannschaft um den Star-Quarterback, warum der Super Bowl in der AFC dieses Jahr nur über sie führt (Die NFL LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Kein Manning Bowl mehr

"Wir sind beide froh, dass es jetzt vorbei ist", sagte der siegreiche Manning zum Familienduell, der nur noch in einem Playoff-Spiel auf seinen Bruder treffen will. Dies wäre aber nur im Meisterschaftsendspiel möglich.

"Die Playoffs sind eine andere Sache, aber zu einem weiteren Familienduell in der Regular Season wird es nicht mehr kommen. Ich bin froh darüber, und das dürfte die ganze Familie sein."

Denver und New York treffen aufgrund der Spielplanvorgaben erst in vier Jahren wieder aufeinander.

(So spricht die NFL: Die wichtigsten Begriffe)

Peyton nur mit zwei Touchdwon-Pässen

Für Peyton, dessen Broncos bereits das zweite Offensiv-Feuerwerk nach dem 49:27-Auftakterfolg gegen Meister Baltimore abfackelten, war es nach Erfolgen mit den Indianapolis Colts der erste im Trikot Denvers über den Bruder.

Dabei reichte dem 37 Jahre alten Routinier eine für ihn solide Leistung, nachdem er in der Vorwoche noch mit sieben Touchdown-Pässen einen NFL-Rekord eiongestellt hatte. 30 seiner 43 Pässe brachte der Spielmacher an den Mann, zwei davon für einen Touchdown ( 776285 DIASHOW: Die Bilder des 2. Spieltages ).

Vier Interceptions von Eli

Seinem kleineren Bruder dagegen unterliefen nach den drei Interceptions im Saisonauftakt gegen Dallas erneut zahlreiche Fehler.

Gleich viermal wurden seine Pässe von den gegnerischen Abwehrreihen abgefangen. "Das ist enttäuschend, frustrierend", sagte New Yorks Coach Tom Coughlin über die Art und Weise der Niederlage.

Gleichzeitig blickte er nach dem Fehlstart optimistisch auf den Saisonverlauf. "Wir haben noch 14 Spiele vor uns. Wir kennen es mit 0:2 zu starten und haben das schon oft geschafft. Aber dafür müssen wir uns steigern."

Moreno dreht auf

Bei den Broncos stach neben Manning vor allem Knowshon Moreno heraus. Der in der Umgebung des Giants Stadium aufgewachsene Running Back erzielte zwei Touchdowns und kam insgesamt auf 93 Yards Raumgewinn.

Nach dem zwischenzeitlichen 16:17-Anschluss durch Brandon Jacobs legte Moreno mit seinem zweiten Touchdown-Lauf den Grundstein zum Sieg. Tight End Julius Thomas und Trindon Holliday mit einem 81-Yard-Punt-Return schraubten das Ergebnis binnen fünf Minuten auf einen 22-Punkte-Vorsprung in die Höhe.

Denver führt mit zwei Siegen die AFC West an, die Giants warten in der NFC East nach der Pleite zum Auftakt gegen Dallas noch auf den ersten Saisonsieg (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"She-Hawks" revanchieren sich

Im Duell der beiden Meisterschaftsanwärter Seattle und San Francisco setzten sich die Seahawks am Ende überraschend deutlich mit 29:3 (5:0) durch und revanchierten sich für die verbalen Attacken der 49ers.

San Franciscos Running Back Anthony Dixon hatte die Seahawks vor dem Duell als "She-Hawks" verspottet.

Süßer Erfolg für Geburtstagskind

Zudem gelang der Truppe von der Westküste das perfekte Geburtstagsgeschenk für Coach Pete Carroll.

Der Erfolg im Duell mit seinem Trainerfeind Jim Harbaugh, mit dem er in Collegezeiten oft aneinandergeraten war, als Carroll die USC noch trainierte und Harbaugh in Stanford an der Seitenlinie stand, dürfte für den nun 62-Jährigen besonders süß sein.

Lynch mit drei Touchdowns

Während es in der ersten Halbzeit beiden Offensivreihen kaum gelang, sich in einer wahren Abwehrschlacht groß in Szene zu setzen, drehte Seattle im zweiten Durchgang auf.

Marshawn Lynch war mit drei Touchdowns der Mann des Abends. Mit Läufen über 14 und zwei Yards sowie einem 7-Yard-Catch sorgte er für alle drei Touchdowns des Spiels.

49ers-Quarterback Colin Kaepernick kam mit der aggressiven Seahawks-Abwehr überhaupt nicht zurecht. Der Shootingstar der vergangenen Saison leistete sich drei Interceptions und einen Fumble.

Seattle führt nach dem Erfolg über den Divisionsrivalen die NFC West mit zwei Siegen an, die 49ers teilen sich mit St. Louis und Arizona bei einer Bilanz von 1:1 Rang zwei.

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