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Gore (r.) brachte es 2012 auf acht Touchdowns und 1214 Lauf-Yards für die 49ers © getty

San Franciscos Running Back Gore zerlegt St. Louis' Defense gnadenlos, Quarterback Kaepernick gibt die Shitstorm-Antwort.

Von Florian Pertsch

München/St. Louis - Die San Francisco 49ers, Super-Bowl-Finalist der vergangenen Saison, haben zurück in die Erfolgsspur gefunden und am 4. Spieltag der NFL einen 35:11 (14:3)-Sieg bei den St. Louis Rams gefeiert.

Nach einem frühen 0:3-Rückstand fanden die 49ers vor allem dank Frank Gore ins Spiel und machten die bittere 10:56-Punktebilanz der letzten beiden Partien vergessen (Die NFL - LIVE im TV auf SPORT1 US und im LIVESTREAM).

Der Running Back lieferte sein erstes Saisonspiel über 100 Yards ab und zerlegte mit seinen Läufen die Defense der Rams. Am Ende kam Gore auf starke 153 Yards und einen Touchdown.

Stark verbesserte 49ers-Defense

Die Defense der Kalifornier packte ebenfalls wieder zu und hielt die Rams bei nur elf Punkten.

"Genau so läuft das. Erst stoppen wir ihren Lauf, dann stoppen wir ihr Passspiel. Und dann holen wir uns den Sieg", schwärmte 49ers-Safety Donte Whitner, der eine Interception in der Endzone fing (So spricht die NFL: Die wichtigsten Begriffe).

Kaepernick ohne Fehl und Tadel

Colin Kaepernick zeigte sich nach zuletzt zwei schwachen Spielen und dem Shitstorm bei Twitter wieder in verbesserter in Form.

Der Shootingstar der vergangenen Saison leistete sich keine Interception, lieferte 15 von 23 Pässen bei seinen Kollegen ab (167 Yards) und sorgte für zwei Touchdowns.

"Wir wissen wie viel Talent in diesem Team steckt und was wir im Stand sind, zu leisten", gab sich Kaepernick gewohnt selbstbewusst.

Die Offensive der Rams fand überhaupt nicht ins Spiel, und so konnte sich San Francisco zu Beginn des letzten Viertels auf 28:3 absetzen.

Rams-Quarterback schwant Böses

St. Louis' Quarterback Sam Bradford brachte lediglich 19 von 41 Pass-Versuchen für 202 Yards an den Mann und warf je einen Touchdown und eine Interception (780204DIASHOW: Die Bilder des 3. Spieltages).

"Das wird ein verdammt langer Tag im Videoraum", prophezeite Bradford und war froh, dass das nächste Spiel gegen Jacksonville noch in weiter Ferne ist: "Es sind jetzt zehn Tage bis zur nächsten Partie, wir haben also viel Zeit, alle Fehler zu korrigieren."

Auch die Fehler der Offense-Line, die Bardford oft sträflich allein ließ. Der Quarterback musste ordentlich einstecken und kassierte insgesamt fünf Sacks der 49ers-Defense.

"Das war widerlich, einfach nur widerlich"

Chris Long, Defensive End der Rams, war nach der Partie komplett bedient.

"Das war widerlich, einfach nur widerlich", schimpfte Long und packte seine Teamkollegen bei der Ehre: "Wir müssen hart mit uns ins Gericht gehen. Wir müssen auf den anderen zählen können. Niemand anders wird uns aus diesem Dilemma helfen."

Etwas schlimmer erwischte es Rams-Rookie T.J. Mc Donald, der in Hälfte zwei mit einer Knieverletzung auf dem Cart vom Feld gefahren werden musste.

St. Louis hängt im Tabellenkeller

Die 49ers stehen mit einer Bilanz von zwei Siegen und zwei Niederlagen auf Platz zwei der NFC West, die Rams hängen nach drei Niederlagen in Folge im Keller der Division fest (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Als nächstes wartet ein echter Härtetest auf San Francisco. In Woche 6 empfangen die 49ers die Houston Texans im Candlestick Park.

St. Louis kann die Heimschlappe des 5. Spieltags gegen die Jacksonville Jaguars vergessen machen.

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