Die NFL hat eine Strafe in Höhe von 50.000 Dollar gegen Brett Favre verhängt, weil der Spielmacher der Minnesota Vikings nicht hinreichend bei der Aufklärung der gegen ihn erhobenen Vorwürfe mitgewirkt hat.

Die Quarterback-Legende soll 2008 - damals in Diensten der New York Nets - soll die Journalistin Jenn Sterger mit anzüglichen SMS belästigt und obszöne Fotos an die damals 24-Jährige geschickt haben.

Die Geldstrafe trifft den 41-Jährigen, der nach dieser Saison seine Karriere beenden will, nicht allzu hart: Legt man sein aktuelles Jahresgehalt von 16 Millionen zugrunde, müsste Favre für die 50.000 Dollar drei Minuten aufs Feld.

Commissioner Roger Goodell teilte mit, er könne aus den vorliegenden Beweisen "nicht schließen", dass Favre gegen den Verhaltenskodex der Liga verstoßen habe. Auch forensische Analysen konnten dem dreimaligen MVP nicht nachweisen, dass er die Fotos gesendet hat.

"Die heutige Entscheidung ist ein Affront gegen alle Frauen und zeigt einmal mehr, dass die NFL entgegen ihrer Beteuerungen eine Liga der guten alten Burschen ist", zürnte Stergers Anwalt Joseph R. Conway dennoch.

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