Rekord verpasst, Zuschauer verärgert: Rund 1000 Fans haben nach der Ticketpanne beim 45. Super Bowl Klage gegen die National Football League (NFL), die Dallas Cowboys und deren Besitzer Jerry Jones eingereicht.

Die Kläger ziehen vor Gericht, weil im Stadion über 1250 Plätze nicht zur Verfügung gestanden hatten. Die Anklagepunkte lauten Vertragsbruch, Betrug und betrügerische Verkaufspraktiken.

"Es ist eine ganz einfache Sache. Die Leute haben nicht das erhalten, was man ihnen vorher zugesichert hatte", sagte Michael Avenatti von der Anwaltskanzlei Eagan Avenatti als Interessenvertreter der Kläger.

Kurz vor dem NFL-Endspiel zwischen den Green Bay Packers und den Pittsburgh Steelers (31:25) in Dallas hatte die NFL eingestehen müssen, dass nicht alle errichteten Zusatzplätze fertig geworden waren.

So wurden 400 Karteninhaber zunächst in die Public-Viewing-Area vor dem Stadion abgeschoben und später mit Plätzen hinter der Steelers-Bank ausgestattet. Ein Blick auf das Spielfeld gab es von dort aus jedoch nicht zu erhaschen. Die Fans mussten die Partie auf Monitoren verfolgen.

850 weitere Zuschauer erhielten nach Angaben der Liga "ähnliche oder bessere" Plätze als ursprünglich vorgesehen. Dafür verzichteten NFL-Vertreter auf ihre Tickets. Jeder der von dem Karten-Chaos betroffenen Anhänger bekam von der Liga eine Entschädigung in Höhe des dreifachen Ticket-Wertes.

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