Der Lockout in der NFL ist vorerst abgewendet. Das Bezirksgericht von Minneapolis wies die Liga an, den Ausschluss der Spieler aufzuheben, weil der Arbeitskampf nicht bloß eine Sache der streitenden Parteien sei.

"Dieser besondere Arbeitskampf ist weit davon entfernt, eine Privatangelegenheit zu sein", teilte Richterin Susan Nelson in ihrer Urteilsbegründung mit. Das öffentliche Interesse der Fans, die viel in die Saison 2011 investiert hätten, lasse einen Lockout nicht zu.

Die Liga hat bereits Berufung gegen den Gerichtsbeschluss eingelegt. Damit ist weiter unklar, ob die Saison wie vorgesehen am 8. September startet.

Im Streit um die Verteilung der NFL-Einnahmen in Höhe von jährlich rund neun Milliarden Dollar (rund 6,5 Milliarden Euro), hatte die Liga die Spieler vor sechs Wochen ausgesperrt.

Daraufhin hatten zehn Spieler wegen "Verschwörung und wettbewerbsschädigender Geschäftsmethoden" Klage gegen die NFL eingereicht. Weil vom Gericht anberaumte Schlichtungsgespräche bislang keine Einigung erbrachten, hat Richterin Nelson den Streit mit ihrem Urteilsspruch am Montag in erster Instanz entschieden.

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