Die nordamerikanische Football-Profiliga NFL hat im Arbeitskampf mit den Spielern einen weiteren Rückschlag erlitten.

Zwei Tage nach der Aufhebung der Aussperrung der Profis durch das Bezirksgericht in Minneapolis wies die zuständige Richterin Susan Nelson einen Einspruch der Ligagegen diese Entscheidung zurück.

Die Liga hatte gefordert, den Lockout bis zur Hauptverhandlung vor einem Einspruchsgericht wieder einzusetzen.

Nelson wies dagegen an, dass die Klubs ihre Trainingsanlagen für die Spieler öffnen müssten.

Die NFL kündigte umgehend den Gang vor die achte Berufungskammer in St. Louis an. In einer Mittelung erklärte NFL-Sprecher Greg Aiello, dass die Liga ihre Klubs am Donnerstag anweisen werde, wie weiter zu verfahren sei.

Nach Meinung der Richterin hatte die Liga nicht ausreichend darlegen können, dass sie durch die Aussetzung des Lockouts Schaden nehmen oder in der Hauptverhandlung möglicherweise Recht bekommen würde.

Zudem erklärte sie, dass die Liga ihrerseits bereits Vorbereitungen für eine reguläre Saison getroffen habe, ohne dass die Vertragsangelegenheiten zwischen den Klubs und den Spielern geklärt sind.

Derzeit ist unklar, ob die Saison wie vorgesehen am 8. September startet.

Im Streit um die Verteilung der NFL-Einnahmen in Höhe von jährlich rund neun Milliarden Dollar (rund 6,5 Milliarden Euro), hatte die Liga die Spieler vor sechs Wochen ausgesperrt.

Daraufhin hatten zehn Spieler wegen "Verschwörung und wettbewerbsschädigender Geschäftsmethoden" Klage gegen die NFL eingereicht.

Weil vom Gericht anberaumte Schlichtungsgespräche bislang keine Einigung erbrachten, hat Richterin Nelson am Montag in erster Instanz die Aussperrung der Spieler aufgehoben, weil der Arbeitskampf nicht bloß eine Sache der streitenden Parteien sei.

Das öffentliche Interesse der Fans, die viel in die Saison 2011 investiert hätten, lasse einen Lockout nicht zu, hatte sie erklärt.

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