Die Anhörung der im Zuge des Kopfgeld-Skandals um die New Orleans Saints gesperrten Spieler hat eine öffentliche Schlammschlacht nach sich gezogen.
Der für ein Jahr gesperrte Linebacker Jonathan Vilma verließ das Treffen vorzeitig und gab Commissioner Roger Goodell eine volle Breitseite mit.
"Ich weiß nicht, wie ich eine faire Behandlung erwarten kann, wenn Goodell gleichzeitig Richter, Jury und Henker ist", motzte Vilma.
Goodell und die NFL hatten bei den Saints ein Prämiensystem für verletzte Gegenspieler aufgedeckt, das seit 2009 unter dem auf unbestimmte Zeit gesperrten Defensive Coordinator Gregg Williams existiert hatte.
Head Coach Sean Paytons Einspruch gegen seinen einjährigen Ausschluss war bereits abgelehnt worden. Neben Vilma wurden auch Defensive End Will Smith (4 Spiele), Green Bays Defensive End Mike Hargrove (8 Spiele) und Clevelands Linebacker Scott Fujita (3 Spiele) angehört.
Die Anwälte der Spieler bezeichneten das Meeting als "Schande" und bestritten die Aussagekraft der Beweise.
"Ich werde mit Kopfgeldern in Verbindung gebracht, es stimmt aber nicht. Goodell hat in drei Monaten eingerissen, was ich mir über acht Jahre aufgebaut habe", beschwerte sich Vilma.
Eine Reduzierung der Sperren ist äußerst unwahrscheinlich. Die NFL stützt sich auf über 200 Seiten an E-Mails oder Power-Point-Präsentationen mit Hinweisen auf Kopfgelder.
