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Francois Beauchemin (r.) gewann 2006 mit Anaheim den Stanley Cup © getty

Meister Detroit meldet sich in der Best-of-Seven-Serie gegen Anaheim zurück. Auch dem Rivalen aus Chicago gelingt der Ausgleich.

Von Rainer Nachtwey

München/Anaheim - Titelverteidiger Detroit Red Wings hat sich den Heimvorteil in der Best-of-Seven-Serie der Western Conference Semifinals gegen die Anaheim Ducks zurückerkämpft.

Im Duell des Champions mit seinem Vorgänger siegte die Mannschaft aus "Motown" mit 6:3 in Kalifornien und glich zum 2:2 in der Serie aus. (STATISTIK: Der NHL-Playoffbaum)

Das fünfte Spiel findet am Sonntag (23 Uhr LIVESCORES) wieder in Detroit statt.

"Wir haben nicht so schwer kämpfen müssen für die Tore. Heute sind sie einfach gefallen. Wir haben mit hohem Tempo gespielt und unser erstes Tor hat uns geholfen, ihren Keeper zu brechen", freute sich der doppelte Torschütze Johan Franzen, der erstmals mit Marian Hossa und Valtteri Filppula in einer Linie spielte.

Drei Doppelpacks

Und diese Linie hatte den größten Anteil am 2:2-Ausgleich. Franzen egalisierte nach 12 Minuten den Führungstreffer von Corry Perry, der Anaheim nach 42 Sekunden in Front geschossen hatte.

Acht Minuten später, kurz vor der Drittelpause, legte der Schwede das 2:1 nach.

Zwar sorgte Perry mit seinem zweiten Treffer für den erneuten Ausgleich, aber Hossa brachte die Wings mit seinem Doppelpack (37./40.) auf die Gewinnerstraße.

Mit sieben Punkten (4 Tore, 3 Assists) hatte die neuformierte Reihe eine herausragende Ausbeute.

Hiller macht Platz

"Aus irgendeinem Grund haben wir ausgerechnet von dieser Linie einen enormen Schub erhalten", sagte Trainer Mike Babcock. "Ich musste etwas ändern. Dass das dann gleich so gut geklappt hat, ist sehr erfreulich." (Die Ducks stutzen Detroit die Flügel)

Der Schweizer Keeper der Ducks, Jonas Hiller, war nach der Partie enttäuscht. "Sie haben uns hergespielt. Das war wohl unser schlechtestes Spiele in den Playoffs überhaupt", meinte Hiller, der nach dem fünften Gegentreffer durch Mikael Samuelsson Platz für Jean-Sebastien Giguerre machte.

Zetterberg macht den Sack zu

Scott Niedermayers Anschlusstreffer zum 3:5 in Überzahl zehn Minuten vor Schluss reichte nicht mehr aus. Denn Henrik Zetterberg machte mit einem Treffer ins leere Tor zweieinhalb Minuten vor Schluss den Sack zu.

"Das erste Tor hätten wir nicht kassieren dürfen", sagte Anaheims Trainer Randy Carlye. "Wir waren als Team nicht gut genug. Vom Torwart bis zum Stürmer, das ganze Team war nicht gut genug."

Chicago gleicht aus

Detroits verhasster Rivale, die Chicago Blackhawks, hat ebenfalls in seiner Serie mit den Vancouver Canucks zum 2:2 ausgeglichen (DATENCENTER: Ergebnisse).

Die Mannschaft von Trainer Joel Quenneville bezwang die Gäste im United Center mit 2:1 nach Verlängerung. Andrew Ladd war mit seinem Siegtreffer 2:52 Minuten nach Beginn des Zusatzabschnitts der umjubelte Matchwinner.

Psychologischer Vorteil für Hawks

"Dave Bolland hat das fantastisch gemacht. Er hat Ruhe bewiesen, hat sich von der Bande umgedreht, meinen Schläger gesehen und dann den Puck genau dahin platziert, wo ich ihn abfälschen konnte", sagte der Außenstürmer.

"Jetzt haben wir den psychologischen Vorteil auf unserer Seite. Hoffentlich können wir den in Vancouver ausnutzen."

Die fünfte Partie findet in der Nacht auf Sonntag (4.30 Uhr LIVESCORES) statt.

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