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Sergej Samsonow (r., mit Eric Staal) spielte von 1997 bis 2006 in Boston © getty

Ost-Vorrundenprimus Boston steht nach der dritten Niederlage im vierten Spiel gegen Carolina vor dem Abgrund. Pittsburgh gleicht aus.

Von Rainer Nachtwey

München/Raleigh - Die Carolina Hurricanes und Nationalspieler Dennis Seidenberg stehen vor dem Einzug in die Eastern Conference Finals.

Der Verteidiger gewann mit dem Champion von 2006 bei den Boston Bruins mit 4:1 (1:0, 0:1 3:0) und liegt in der Best-of-Seven-Serie nun mit 3:1 in Führung. (STATISTIK: Der NHL-Playoffbaum)

In der Nacht auf Sonntag (ab 1.30 Uhr LIVESCORES) haben die "Canes" dann die Möglichkeit den Sack zuzumachen.

Jokinen, ein echter Playoff-Typ

Matchwinner war erneut Jussi Jokinen. Der Finne erzielte kurz nach Beginn des letzten Drittels den entscheidenden Treffer zur 2:1-Führung.

Bereits gegen die New Jersey Devils in der Runde zuvor hatte er mit drei Treffern, davon das Siegtor in Spiel drei eine Sekunde vor Schluss und der Ausgleich in Spiel 7 80 Sekunden vor Ende der Partie, mit seinen Toren für Aufsehen gesorgt.

"Er spielt einfach phänomenal. Er findet immer den Weg zur Scheibr und macht diese unglaublich wichtigen Tore. Das sind die Typen, die du in den Playoffs brauchst", sagte der zweifache Torschütze Eric Staal, der das 1:0 und 4:1 markierte.

Großer Frust bei Bruins

Ost-Vorrundenrimus Boston, die ein der ersten Runde die Montreal Canadiens gesweept hatten, bekam die lange Pause zwischen den Serien offensichtlich überhaupt nicht.

"Meine Mansnchaft hat sich die schlechteste Jahreszeit ausgesucht, ihr schlechtestes Eishockey zu spielen. Wenn ich mir die Truppe so anschaue, sehe ich keinen der auch nur annähernd sein Potenzial abruft", ging Coach Claude Julien mit seinen Braunbären schwer ins Gericht.

"Der Frust sitzt im Moment sehr tief. Wir müssen uns unbedingt vor dem nächsten Spiel etwas einfallen lassen und wir haben nicht viel Zeit."

Pittsburgh gleicht aus

Mit einem Sieg in der Nacht auf Montag würden die Canes als erster NHL-Halbfinalist feststehen. Auf wen sie dabei treffen ist jedoch völlig offen.

Nach dem 0:2-Rückstand aus den ersten beiden Spielen (NEWS: Owetschkin siegt im Privatduell) meldeten sich die Pittsburgh Penguins in ihrer Best-of-Seven-Serie gegen die Washington Capitals zurück.

Die Mannschaft um Superstar Sidney Crosby gewann nach Spiel drei (3:2) auch das vierte Duell mit 5:3 (3:1, 0:1, 2:1) und glich zum 2:2 aus.

Talbot macht den Sack zu

Nach dem frühen Gegentor durch Nicklas Bäckström nach 36 Sekunden drehten die Pens innerhalb von 12 Minuten die Partie und schossen eine 3:1-Führung heraus. Sergej Gontschar (4.), Bill Guerin (11.) und Ruslan Fedotenko (16.) markierten die Treffer.

Nach Chris Clarks Anschlusstreffer (36.) stellte Crosby zu Beginn des Schlussabschnitts (45.) den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her.

Milan Jurcinas Treffer in Unterzahl (47.) sorgte noch einmal für Spannung, aber Maxime Talbot machte die Hoffnungen der Caps auf einen Auswärtssieg fünf Minuten vor Schluss mit seinem ersten Playofftor zu Nichte.

Ein Auswärtssieg muss her

"Nach dem 0:2 haben wir gesagt, dass wir unsere beiden Heimspiele gewinnen müssen. Das haben wir gemacht. Jetzt müssen wir auch noch ein Auswärtsspiel gewinnen", sagte Verteidiger Rob Scuderi.

Die erste Möglichkeit bietet sich den Penguins in der Hauptstadt in der Nacht auf Sonntag (ab 1 Uhr LIVESCORES).

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