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Toews (l., 21 Jahre) und Kane (20 Jahre) sind Chicagos Hoffnungsträger © getty

Die Chicago Blackhawks stehen erstmals seit 14 Jahren wieder im NHL-Halbfinale. Washington erzwingt gegen Pittsburgh Spiel 7.

Von Rainer Nachtwey

München/Chicago - Die Chicago Blackhawks haben sich als erste Mannschaft für die NHL-Halbfinals qualifiziert und stehen das erste Mal seit 1995 wieder im Endspiel der Western Conference. (STATISTIK: Der NHL-Playoffbaum)

Mit einem 7:5 (1:1, 2:2, 4:2) gegen die Vancouver Canucks entschied die Mannschaft von Trainer Joel Quenneville die Best-of-Seven-Serie mit 4:2 für sich. (DATENCENTER: Ergebnisse)

In dem torreichen sechsten Duell avancierte Patrick Kane zum Matchwinner der Blackhawks. Der Nummer-1-Draft-Pick von 2007 erzielte den ersten Dreierpack seiner Karriere.

Zeit für den ersten Hattrick

"Es wurde auch langsam Zeit, dass ich meinen ersten Hattrick erziele. Darauf warte ich nun schon seit zwei Jahren", sagte der 20-Jährige mit einem Augenzwinkern. "Ich denke, er hätte in keinem besseren Spiel kommen können."

Chicago drehte nach dem 0:1 durch Mason Raymond (12.) durch Tore von Kane (14.), Kris Versteeg (24.) und Jonathan Toews (31.) den Rückstand in eine 3:1-Führung, aber die Canucks gaben nicht nach und erzielten durch Daniel Sedin (32.), Shane O'Brien (35.) und Mats Sundin (44.) ihrerseits drei Treffer in Serie.

Gigantischer Spielverlauf

Nach Adam Burrishs (46.) Ausgleich und Vancouvers erneuter Führung durch Sedin (53.), glich Kane zum 5:5 aus (54.).

Kapitän Toews mit seinem zweiten Treffer (54.) brachte Chicago auf die Siegerstraße und Kanes drittes Tor (57.) brachte den Blackhawks Erfolg in trockene Tücher.

"Ich glaube nicht, dass sich irgendjemand so ein verrücktes letztes Drittel hat vorstellen können. Die Drehungen und Wendungen im Spielverlauf waren gigantisch", meinte Quenneville.

Warten auf Detroit

Die Blackhawks warten nun auf ihren Gegner in den Conference Finals, der zwischen den Detroit Red Wings und den Anaheim Ducks (Spiel 6 ab 1 Uhr LIVESCORES) ermittelt wird. Titelverteidiger Detroit führt in der Serie mit 3:2.

In Chicago hofft man auf ein Aufeinandertreffen mit dem Champion. Denn die Rivalität zwischen den beiden Mannschaften gehört zu einer der größten in der NHL. Beide Klubs sind Teil der "Original Six", den sechs Mannschaften, die von 1942 bis 1967 die Liga bildeten.

Pittsburgh erzwingt Spiel 7

Im Halbfinal-Duell der Eastern Conference erzwangen die Washington Capitals bei den Pittsburgh Penguins mit einem 5:4 nach Verlängerung die entscheidende siebte Partie.

David Steckel sorgte in der Overtime für die Entscheidung zugunsten der Capitals, die 1998 mit dem Einzug ins NHL-Finale ihre bislang beste Saisonbilanz erzielten.

Damals stand noch der frühere deutsche Nationaltorhüter Olaf Kölzig im Gehäuse der "Caps".

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