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Marco Sturm wurde 1996 von den San Jose Sharks an Position 21 gedraftet © getty

Im Sport1.de-Interview der Woche spricht Marco Sturm über die olympischen Spiele in Vancouver und seine Ziele mit den Bruins.

Von Robert Gherda

München - Den 18. Dezember 2008 würde Marco Sturm am liebsten aus seinem Gedächtnis streichen. An diesem Tag riss sich der Flügelstürmer der Boston Bruins im Spiel gegen die Toronto Maple Leafs das Kreuzband und fiel für den Rest der Saison aus.

Seine Boston Bruins bewiesen jedoch Moral und sammelten auch ohne den deutschen Nationalspieler 116 Punkte und zogen als bestes Team der Eastern Conference in die NHL-Playoffs ein. (DATENCENTER: Die NHL)

Nach dem Aus in sieben Spielen gegen die Carolina Hurricanes in der zweiten Runde will das Team dieses Jahr den Titel, wie Sturm gegenüber Sport1.de erklärt.

Im Sport1.de-Interview spricht der 31-Jährige auch über den schlechten Saisonstart seines Teams und seine wechselnden Mittelstürmer. Zudem erklärt er, wieso er seit 18 Monaten keinen Penalty mehr schoss und was er sich vom "Winter Classic" im Fenway Park verspricht.

Sport1.de: Herr Sturm, Sie haben den Großteil der vergangenen Saison wegen eines Kreuzbandrisses verpasst. Wie geht es dem Knie?

Marco Sturm: Ganz gut. Ich bin mit dem Heilungsverlauf sehr zufrieden. Die Vorbereitung lief nicht ganz so gut, da ich Probleme mit den Leisten hatte, aber seit dem Saisonstart läuft es super und ich habe keine Schmerzen.

Sport1.de: Sie haben also in Zweikämpfen keine Probleme und können Vollgas geben?

Sturm: Zu Beginn war es natürlich etwas komisch und ich habe auch einige Spiele gebraucht, bis ich wieder reinkomme. Aber mittlerweile denke ich überhaupt nicht mehr an die Verletzung.

Sport1.de: Sie sind wieder fit und prompt verletzt sich mit Marc Savard ihr Reihenkollege. Wie schwer wiegt sein Verlust?

Sturm: Schon schwer, denn er ist einfach unser Mittelstürmer der ersten Reihe und macht im Normalfall auch immer deutlich die meisten Punkte.

Sport1.de: Letztes Jahr spielten sie neben Savard, diese Saison in einer Reihe mit Marek Krejci und Mark Recchi. Kürzlich wurden Sie wieder mit ihrem früheren Mittelstürmer Patrice Bergeron vereinigt. Mit welchem Center können Sie denn am Besten?

Sturm: Das ist mir eigentlich egal, denn alle drei Mittelstürmer sind sehr sehr gut. Natürlich hat jeder Center sein eigenes Spiel, auf das ich mich als Flügel dann einstellen muss, aber das ist kein Problem.

Sport1.de: Warum der Wechsel zu Bergeron?

Sturm: Wir haben einfach in den letzten Spielen zu wenig Tore geschossen und deswegen hat der Trainer sich entschieden, die Reihen etwas durchzumischen.

Sport1.de: Bei den Bruins will es in dieser Saison einfach nicht laufen. Das Team hat mehr Niederlagen als Siege. Den Saisonstart kann man als verpatzt bezeichnen?

Sturm: Ja, natürlich haben wir uns mehr erhofft, aber wir sind auch letztes Jahr nicht besser aus den Startlöchern gekommen. Wir hoffen jetzt natürlich, dass wir im November bald unseren Rhythmus finden und dass auch Spieler wie Savard und Lucic wieder zurückkommen. Aber wir spielen nicht schlecht - es fehlen einfach die Tore und die Konstanz. Wir tun uns schwer, zwei Spiele hintereinander zu gewinnen, aber genau eine solche Serie brauchen wir jetzt.

Sport1.de: Das Ziel lautet aber weiterhin, den Titel zu holen, oder?

Sturm: Auf alle Fälle. Die Saison ist noch lange. Wir haben noch fast 70 Spiele vor uns. Und jeder bei uns ist positiv eingestellt. Wir wissen, dass wir ein starkes Team haben und das müssen wir jetzt zeigen.

Sport1.de: Wer sind die größten Konkurrenten ihrer Meinung nach?

Sturm: Ich denke mein Ex-Klub San Jose hat dieses Jahr eine starke Mannschaft und diese Spiele sind auch etwas ganz besonderes für mich. Auch die Penguins muss man auf dem Zettel haben. Gegen solche Mannschaften ist man natürlich extra motiviert und will mithalten.

>> Hier geht es zum zweiten Teil des Interviews

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