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Marco Sturm begann seine Karriere beim EV Landshut © getty

Im zweiten Teil des Sport1.de-Interviews der Woche spricht Marco Sturm über Penalties und die Nationalmannschaft.

Sport1.de: Zu ihnen persönlich: Sie haben ihren letzten Penalty im April 2008 gegen New Jersey geschossen. Schießen sie so ungern Penalties?

Sturm: Nun ja - letzte Saison war ich den Großteil der Saison verletzt und davor haben wir gleich das erste Shootout gewonnen und dann durften eben immer die gleichen drei antreten. Aber das ist eine reine Trainerentscheidung. Es ist also nicht so, dass ich zum Coach gehe und sage, ich will schießen oder eben nicht?

Sport1.de: Sie würden also auch schießen, wenn der Trainer auf sie zukommt?

Sturm: Natürlich. Und der Moment wird auch sicher irgendwann kommen.

Sport1.de: Gibt es eigentlich bei Eins-gegen-Eins-Situationen im Spiel oder beim Penalty einen Torhüter, gegen den Sie nicht gerne antreten?

Sturm: Da muss ich fast unseren Torhüter Tuuka Rask nennen. Im Training ist er im Eins-gegen-Eins wirklich sehr stark. Das ist sehr unangenehm für den Stürmer.

Sport1.de: Am Neujahrstag steht diese Saison das "Winter Classic" im Fenway Park gegen die Philadelphia Flyers an. Was halten Sie von dieser Veranstaltung ?

Sturm: Ich sehe das ganze sehr positiv. Wenn man an die Bilder aus den letzten Jahren von diesen Events denkt, dann war das immer ein großer Hit.

Sport1.de: Spüren Sie Vorfreude in der Stadt?

Sturm: Natürlich. Auch bei uns Spielern. Da wird bereits jetzt recht häufig darüber geredet. Wir sind alle sehr gespannt darauf und auch froh, dass wir ein solches Event in Boston haben.

Sport1.de: Kurz danach folgen dann die Olympischen Spiele. Das Saisonhighlight oder vielleicht auch ein Karrierehighlight?

Sturm: Olympia ist immer ein Karrierehighlight. Ich habe ja bereits zwei hinter mir und es ist immer wieder schön, dabei zu sein. Vancouver in diesem Jahr ist natürlich besonders toll. Für mich eine der schönsten Städte, und in Kanada ist Eishockey einfach die Nummer eins.

Sport1.de: Der Bundestrainer lobte Sie zuletzt in einem Interview als Gallionsfigur des deutschen Eishockeys. Spüren Sie einen besonderen Druck, dieser Rolle gerecht zu werden, wenn sie zur DEB-Auswahl kommen?

Sturm: Druck habe ich immer. Und der Druck in der Nationalmannschaft ist wesentlich angenehmer als hier in der NHL, der hier doch deutlich größer ist. Ich weiß bei der Nationalmannschaft einfach, dass ich ein Vorbild sein muss und soll und das versuche ich auch umzusetzen.

Sport1.de: Der Deutschland Cup steht vor der Tür. Verfolgen Sie solche Veranstaltungen oder auch die DEL?

Sturm: Nein, für so was bleibt natürlich sehr wenig Zeit. Ich wusste beispielsweise jetzt auch nicht, dass der Deutschland Cup an diesem Wochenende ist. Die DEL verfolgt man ab und zu, vor allem, weil mein Schwager Christian Künast Co-Trainer in Hannover ist und mit ihm telefoniere ich hin und wieder und bekomme so etwas mit. Aber wir haben selbst viele Spiele und sind viel unterwegs?

>> Hier geht es zurück zum ersten Teil des Interviews

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