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Ilja Kowaltschuk wurde 2001 an erster Stelle von den Atlanta Thrashers gedraftet © getty

Der Neuankömmling verhilft den Devils zu einem Sieg gegen Toronto. Innerhalb der letzten drei Minuten dreht New Jersey die Partie.

Von Rainer Nachtwey

München/Newark - Gelungener Einstand für Ilja Kowaltschuk bei seinem neuen Klub New Jersey Devils:

Der russische Stürmerstar, der einen Tag zuvor von den Atlanta Thrashers nach New Jersey getradet wurde, gewann sein erstes Spiel im Trikot des dreimaligen Stanley-Cup-Champions mit 4:3 gegen die Toronto Maple Leafs.

Der Linksaußen steuerte zwei Assists zum 36. Saisonsieg der Devils bei. Mit 74 Punkten rangiert New Jersey auf Platz zwei der Eastern Conference.

Toronto dreht Partie

Allerdings benötigte New Jersey einen Gewaltakt in den letzten drei Minuten, um für einen positiven Ausgang der Begegnung zu sorgen.

Nach der Führung durch Dainius Zubrus (14.) auf Vorarbeit von Kowaltschuk stellten Tomas Kaberle (24.), Lee Stempniak (31.) und Rickard Wallin (37.) die Weichen auf einen Sieg für die Gäste aus Toronto.

Doch die Devils schlugen zurück, kamen durch Dean McAmmond (57.) und Travis Zajac 44 Sekunden vor Schluss zum Ausgleich. Jay Pandolfo sorgte mit seinem Abstauber bei noch 19 Sekunden zu spielen für den umjubelten Siegtreffer.

Coach rätselt über Mannschaft

"Das war 57 Minuten absolut nicht unser Spiel", rätselte New Jerseys Coach Jacques Lemaire nach der Partie. "Ich habe den Jungs gesagt, sie müssen die Zweikämpfe entscheiden, die Scheibe besser laufen lassen und aggressiver spielen. Und dann klappt innerhalb von zwei Minuten und 50 Sekunden einfach alles. Jetzt müsste ich nur noch wissen, warum."

Neuankömmling Kowaltschuk war mit seiner gezeigten Leistung noch nicht ganz zufrieden, freute sich aber über den Sieg: "Das war sicherlich nicht das beste Spiel von mir. Aber im Endeffekt muss man auch sagen, dass wir alles richtig gemacht haben, schließlich haben wir die zwei Zähler geholt."

Seidenbergs Treffer zu wenig

Für die deutschen Kufen-Cracks gab es hingegen kein Erfolgserlebnis.

Die Florida Panthers unterlagen trotz eines Treffers von Dennis Seidenberg mit 1:2 gegen die Calgary Flames.

Auch Jochen Hecht konnte die 3:4-Pleite seiner Buffalo Sabres gegen die Carolina Hurricanes nicht verhindern.

Coach schimpft über Panthers

In Miami lieferten die Panthers eine indiskutable Leistung ab. Lediglich 13 Schüsse auf das Tor der Flames machten die Harmlosigkeit der Gastgeber deutlich.

Die mangelnde Offensivkraft brachte auch Headcoach Peter DeBoer in Rage. "Man sollte glauben, dass Stürmer, die in 14, 15 oder 16 Spielen nicht getroffen haben, die Nase in den Dreck stecken und ein Tor erzielen wollen. Aber anscheinend waren wir daran heute Nacht nicht interessiert", schimpfte der Panthers-Coach nach der Partie.

Florida rutscht aus Playoff-Rängen

Seidenberg traf nach Ales Kotaliks Führungstreffer (20.) mit seinem zweiten Saisontor zum zwischenzeitlichen Ausgleich (22.), doch die 24. Saisonniederlage konnte auch der deutsche Nationalspieler nicht verhindern (24 Siege).

Mark Giordano sorgte mit seinem Treffer zum 2:1 (38.) für die Entscheidung.

Florida belegt nur noch den neunten Platz in der Eastern Conference, der nicht zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt.

Jokinen mit der Entscheidung

Auch Hecht hatte mit den Sabres kein Glück. In einem hart umkämpften Spiel, bei dem der deutsche Nationalspieler 17 Minuten auf dem Eis stand, kassierten die Sabres die dritte Pleite in Serie, rangieren aber weiterhin auf dem dritten Platz im Osten (32 Siege, 17 Niederlagen).

In Raleigh verspielte Buffalo im letzten Drittel eine 3:2-Führung.

Andrej Sekera (19.) und Drew Stafford (41.) hatten zweimal Carolinas Führung durch Aaron Ward (14.) bzw. Eric Staal (41.) ausgeglichen, ehe Stafford (43.) mit seinem zweiten Treffer die Sabres erstmals in Führung schoss.

Tom Kostopoulos (49.) und Jussi Jokinen (57.) entschieden mit ihren Treffern die Partie zugunsten der Hausherren.

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