vergrößernverkleinern
Ehrhoff (l.) und Goc (r.) scheiterten letzte Saison in den Playoffs an den Dallas Stars © getty

Christian Ehrhoff bleibt für drei weitere Jahre in San Jose. Im Sport1.de-Interview spricht der Nationalspieler über seine Vertragsverlängerung und die Titelambitionen der Sharks für die kommende Saison.

München - Im zweiten Teil des Sport1.de-Interviews spricht Nationalspieler Christian Ehrhoff über seine Vertragsverlängerung und die Erwartungen für die neue Saison.

Sport1: Wie sehen Sie die Situation bei Marcel Goc? Er hat seinen Vertrag ebenfalls verlängert und große Konkurrenz in der Offensive.

Ehrhoff: Marcel hat letzte Saison nicht immer gespielt. Für ihn sollte es durch den Trainerwechsel leichter werden. Denn jeder muss bei Null anfangen. Er kann sich wieder neu empfehlen.

Sport1: Wie schätzen Sie die Chancen des dritten Deutschen im Bunde, Thomas Greiss, kommende Saison ein? Bekommt er Eiszeit?

Ehrhoff: Ich glaube nicht, dass Thomas in der NHL groß zum Spielen kommt. Mit Jewgeni Nabokow haben wir eine klare Nummer Eins. Brian Boucher haben wir zum Ende der Saison als Backup geholt, und er hat einen neuen Vertrag unterschrieben. Deshalb wird Thomas wohl eher in den Minor Leagues Einsatzzeit erhalten.

Sport1: Wie ist Ihr Verhältnis zu den beiden? Kommt es zu einer Blockbildung der Deutschen?

Ehrhoff: Eine Blockbildung gibt es nicht. Mit Marcel spiele ich ja jetzt schon ein paar Jahre in San Jose. Wir unternehmen des Öfteren etwas zusammen.

Sport1: Sind Sie von dem Abschied von Dmitri Pätzold, der in der KHL sein Glück versucht, überrascht?

Ehrhoff: Nein. Dmitri hat in der NHL keine Spielzeit erhalten. Deshalb konnte man damit rechnen, dass er den Verein verlässt.

Sport1: Wie sehen Sie die Entwicklung zwischen NHL und der neuen Konkurrenz-Liga aus Russland?

Ehrhoff: Das Verhältnis ist sicherlich noch nicht das beste. Mehr kann ich dazu eigentlich auch nicht sagen. Für mich war klar, dass ich meinen Vertrag in San Jose verlängern wollte, weil es mir dort gefällt.

Sport1: Wann geht es für Sie zurück in die Staaten?

Ehrhoff: Einen genauen Termin habe ich mir noch nicht gesetzt. Mitte September geht es ins Training Camp. So ungefähr zwei Wochen vorher fliege ich dann nach San Jose. Vorher trainiere ich noch bei meinem ehemaligen Klub, den Krefeld Pinguinen.

Sport1: Wie weit sind Sie mit der Saisonvorbereitung?

Ehrhoff: Bisher habe ich mich mit Grundlagenausdauer und Krafttraining fit gehalten. Mit den Pinguinen geht es dann erstmals wieder auf das Eis. Aber ich fühle mich in guter Verfassung.

Sport1: In so guter Verfassung kann das Ziel 2009 nur der Titel sein. Gelingt Ihnen dieses Jahr der große Wurf, den die Experten den Sharks schon so lange in Aussicht stellen?

Ehrhoff: Ich hoffe es. Wir haben eine starke Mannschaft und uns sehr gut verstärkt. Der Titel ist natürlich unser Ziel.

Das Gespräch führte Rainer Nachtwey

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel