vergrößernverkleinern
Tom Kühnhackl wurde am 21. Januar 1992 in Landshut geboren © getty images

Der Sohn des deutschen Jahrhundert-Spielers wird von den Penguins gedraftet. Die sehen bei ihm aber noch Nachholbedarf.

Von Martin Hoffmann

München - Für Deutschlands Top-Nachwuchs-Talent Tom Kühnhackl hat sich ein Lebenstraum erfüllt: Der Sohn von Eishockey-Legende Erich Kühnhackl ist von den Pittsburgh Penguins gedraftet worden.

Der Klub von Superstar Sidney Crosby zog am zweiten Tag des NHL-Drafts den Sohn von Eishockey-Legende Erich Kühnhackl in der vierten Runde an 110. Stelle255194 (DIASHOW: Der NHL Draft 2010).

Für Kühnhackl wird damit ein großer Wunsch erfüllt: Die Penguins sind sein Lieblingsklub, Crosby das zweite große Vorbild neben seinem Vater.

"Ich habe davon geträumt von den Pittsburgh Penguins gedraftet zu werden, als ich jünger war", erklärte Kühnhackl: "Jetzt ist es passiert. Ein tolles Gefühl!"

"Ein rauer Bursche"

Die Berufung freue ihn umso mehr, weil seine deutsche Heimat "keine Eishockey-Nation" sei: "Da werden nicht viele Spieler gedraftet."

Die Penguins sehen Potenzial dem Spross des deutschen Jahrhundert-Spielers. "Er ist ein rauer Bursche", meint Chefscout Jay Heinbuck, der aber zugleich auf körperlichen Aufholbedarf bei Kühnhackl hinweist.

"Er kann noch viel kräftiger werden", meint Heinbuck über den bei 1,92 Meter Körpergröße 78 Kilogramm schweren Kühnhackl: "Wenn das passiert, werden seine Fähigkeiten noch besser."

Zwischenstopp in Kanada

Kühnhackl wird in der kommenden Saison noch nicht für die Penguins auflaufen, sondern in der Nachwuchsliga OHL bei den Windsor Spitfires.

Bei dem Team verdiente sich auch Nummer-eins-Pick Taylor Hall seine Sporen, dazu stand dort in der abgelaufenen Saison der Rosenheimer Philipp Grubauer im Kasten.

Ein "Küken" für den Meister

Der ebenfalls Goalie wurde nur zwei Positionen später von den Washington Capitals gedraftet, bei denen er auf "The Great 8" Alexander Owetschkin trifft.

Auch Stanley-Cup-Champion Chicago Blackhawks sicherte sich die Dienste eines Deutschen.

Die Mannschaft aus der "Windy City", die sich in den Finals gegen die Philadelphia Flyers mit 4:2 durchgesetzt hatte, zog Mirko Höfflin, den Center der Heilbronner Falken in der sechsten Runde an 151. Stelle.

Höfflin war das deutsche Küken in der Verlosung: Er ist erst 17 Jahre alt, ein Jahr jünger als alle übrigen Landsmänner im Draft.

Goc-Klub holt Elsner

Zwölf Positionen nach Höfflin wählten die San Jose Sharks den Verteidiger Konrad Abeltshauser, der vergangene Saison in Halifax spielte.

Den Abschluss machte David Elsner.

Der Stürmer der Landshut Cannibals wurde in der siebten und letzten Runde an 194. Stelle von den Nashville Predators gedraftet, dem Klub von DEB-Kapitän Marcel Goc und Alexander Sulzer.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel