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Ilja Kowaltschuk erzielte zweimal in seiner NHL-Karriere 52 Tore in einer Spielzeit © getty

Der begehrteste Free Agent bleibt den New Jersey Devils treu. Der Russe verlängert um 17 Jahre beim dreimaligen Champion.

Von Rainer Nachtwey

München/New York - Es war ein ständiges Hin und Her:

Er verhandelt mit den Kings, er verhandelt nicht mehr, er verhandelt, er verhandelt nicht mehr mit den Kings. Am Ende haben sich Ilja Kowaltschuk und die Los Angeles Kings nicht auf eine Zusammenarbeit einigen können.

Stattdessen unterschrieb der begehrteste Free Agent auf dem NHL-Markt bei seinem alten Klub New Jersey Devils. "Ilja ist hocherfreut, seine Karriere in New Jersey fortzusetzen", ließ Kowaltschuks Berater Jay Grossman verlauten.

Der Kontrakt geht über 17 Jahre und soll dem russischen 27 Jahre alten Starstürmer 102 Millionen Dollar einbringen.

"Komplexe" Verhandlungen

Immer wieder waren die Verhandlungen zwischen Kowaltschuk und den Kings abgebrochen und wieder aufgenommen worden, mehrmals galt eine Vertragsverlängerung bei den Devils schon als perfekt.

Dass es dennoch so lange gedauert hat, bis sich Kowaltschuk für den dreimaligen Stanley-Cup-Champion entschied, begründete Grossman mit der "Komplexität" der Verhandlungen.

"Sein Ziel ist es, den Stanley Cup zu gewinnen. Hier sieht er die besten Voraussetzungen", sagte Grossman.

St. Petersburg buhlt mit

Neben den Devils und Los Angeles galten die New York Islanders als Außenseiter auf die Dienste Kowaltschuks.

Es wurde über ein 10-Jahres-100-Millionen-Dollar-Angebot spekuliert. Allerdings soll der New Yorker Klub Kowaltschuk nie offiziell ein Angebot unterbreitet haben.

Eine Rückkehr nach Russland in die KHL hatte Kowaltschuk nie ernsthaft in Erwägung gezogen, obwohl der St. Petersburger Klub SKA immer wieder versucht hatte, ihn mit enormen Gehaltszahlungen zu locken.

Von Atlanta nach New Jersey getradet

Kowaltschuk hatte bereits während der Saison zwei Angebote der Atlanta Thrashers abgelehnt, bevor er am 4. Februar im Paket mit Anssi Salmela und einem Zweitrunden-Pick für Niclas Bergfors, Johnny Oduya, Patrice Cormier, einem Erst- und Zweitrunden-Pick nach New Jersey transferiert worden war.

Die Thrashers hatten ihm ein 70-Million-Dollar-Angebot über sieben Jahre und eines über 100 Million über zwölf Jahre vorgelegt.

Aus in der ersten Playoff-Runde

In der vergangenen Saison hatte Kowaltschuk 41 Tore und 44 Assists erzielt, davon 10 Treffer und 17 Vorlagen nach seinem Wechsel aus Atlanta für die Devils.

Das Playoff-Aus in der ersten Runde gegen den späteren Stanley-Cup-Finalisten konnte auch der russische Superstar nicht verhindern.

Insgesamt kommt der Nummer-Eins-Pick von 2001 in acht Jahren NHL in 621 Spielen auf 338 Tore und 304 Assists für 642 Punkte. In 9 Playoff-Partien bringt es Kowaltschuk auf acht Zähler (3 Tore, 5 Assists).

Mit Russland hatte er bei der WM in Deutschland nach zuvor zwei Titeln das Finale gegen Tschechien verloren.

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