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Ilja Kowaltschuk wechselte im Februar 2010 von den Trashers zu den Devils © getty

Überraschende Wende: Die NHL stellt sich gegen den unglaublichen "Rentenvertrag" zwischen dem Russen und den Devils.

Newark/New Jersey - 102 Millionen Dollar in 17 Jahren.

Der längste Kontrakt der NHL-Geschichte, den Ilja Kowaltschuk von den New Jersey Devils vorliegen hatte, hat am Dienstag für große Schlagzeilen gesorgt.

Und der russische Star habe sich mit seinem Klub bereits geeinigt, hieß es.

Doch nun die überraschende Wende: Der Mega-Deal zwischen dem 27 Jahre alten Linksaußen und dem dreimaligen Stanley-Cup-Sieger droht zu platzen.

Der Grund: Die NHL hat ihr Veto gegen den "Rentenvertrag" eingelegt.

Sechs Millionen Dollar pro Jahr

Der sieht vor, dass Kowaltschuk 95 Millionen für die ersten zehn Jahre bekommt, die restlichen sieben Millionen für die verbleibenden sieben Jahre.

Insgesamt entspräche dies einem durchschnittlichen Jahresgehalt von sechs Millionen Dollar für den russischen Nationalspieler.

Kein Problem, sollte man meinen, denn: Die sogenannte "Salary Cap", die zulässige Gehaltsobergrenze für die Klubs, lag in der Saison 2009/2010 bei 11,36 Millionen Dollar für einen Spieler.

NHL zweifelt an Gehaltszahlungen

Allerdings zweifelt die Liga an, dass Kowaltschuk in den letzten Jahren des Vertrages noch regelmäßig für New Jersey auf dem Eis stehen wird - der Russe wäre bei Ablauf des Deals immerhin 44 Jahre alt.

Die NHL fürchtet vielmehr, dass der Klub seinem Starspieler in den ersten zehn Jahren deutlich mehr zahlen will als die zulässigen 11,36 Millionen und das Gehalt dann in den letzten sieben Jahren drastisch reduziert.

98 Millionen Dollar sollen demnach bereits in den ersten elf Jahren auf das Konto des Russen fließen.

Absage an die Kings

Kowaltschuk war im Februar von den Atlanta Trashers zu den Devils gewechselt, die als Vorrunden-Zweiter im Osten bereits in der ersten Playoff-Runde an den Philadelphia Flyers gescheitert waren.

Als Favorit im Werben um den Stürmer galten bis zuletzt die Los Angeles Kings.

Doch stattdessen einigte sich der begehrteste Free Agent auf dem Markt mit seinem alten Klub New Jersey Devils.

"Ilja ist hocherfreut, seine Karriere in New Jersey fortzusetzen", ließ Kowaltschuks Berater Jay Grossman bereits verlauten. Allzu vorschnell, wie sich nun herausstellt.

Topscorer der WM in Deutschland

Kowaltschuk wurde im Draft 2001 an Nummer eins von den Thrashers gezogen und erzielte in insgesamt 621 Spielen der regulären Saison 338 Tore und 304 Torvorlagen.

In den vergangenen sechs Spielzeiten traf er jeweils mindestens 40-mal.

Bei der WM im Mai in Deutschland war der Angreifer mit zwei Treffern und zehn Torvorlagen Topscorer, verlor aber mit Russland das Finale gegen Tschechien.

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