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Durch ein 2:1 gegen die Ottawa Senators verteidigt Carolina die Divisionführung © getty

Carolina verteidigt die Tabelleführung und schreibt Eishockey-Geschichte. Die deutschen Hecht und Schubert kassieren Niederlagen.

Von Kristof Reitemeyer

München - Die Carolina Hurricanes haben im Heimspiel gegen die Ottawa Senators mit 2:1 gewonnen und damit NHL-Geschichte geschrieben.

Durch die Vorarbeit des Deutschen Christoph Schubert und den anschließenden Treffer von Mike Fisher gingen die Gastgeber aus Ottawa Ende des zweiten Drittels zunächst in Führung.

Doch im dritten Drittel übernahm Carolina die Kontrolle über das Spielgeschehen und entschied die Partie noch für sich.

Defensivmann Dennis Seidenberg gelang im Power Play Mitte des dritten Spielabschnittes der Ausgleich. Drei Minuten vor dem Ende erzielten die Hurricanes sogar noch den Siegtreffer. Der überragende Joe Corvo nutzte einen Turnover der Senators und netzte zum 2:1-Endstand ein.

Bittere Niederlage

"Es war mit Sicherheit nicht unser bestes Spiel keine Frage. Wir haben vor allem offensiv zu wenig Chancen erarbeitet, aber das Match im letzten Drittel noch aus der Hand zu geben, ist natürlich enttäuschend", kommentierte Torschütze Mike Fisher die bittere Niederlage der Senators, die damit den dritten Sieg in Folge knapp verpassten.

Mit dem Sieg sicherte sich Carolina die Tabellenführung in der Southeast Division, die sie weiterhin vor den Washington Capitals und Tampa Bay Lightning anführen.

Erfolgreichster Coach der NHL-Geschichte

Dies rückte allerdings gegenüber dem "Rekordsieg" von Coach Peter Laviolette in den Hintergrund.

Als NHL-Trainer hat er gegen Ottawa seinen 240. Sieg eingefahren und ist nun erfolgreichster Coach in der nordamerikanischen Eishockey-Geschichte.

"Glück dabei zu sein"

"Solche Dinge passieren jedes Jahr", so der US-Amerikaner und Stanley-Cup Sieger von 2006.

"Irgendjemand macht sein 400. Spiel und jemand anders seinen 300. Punkt. Wenn man lange genug dabei ist, dann passiert so was eben. Und ich hatte jetzt das Glück lange genug in diesem Sport dabei zu sein."

Buffalo unterliegt knapp

Auch Jochen Hecht konnte mit seinen Buffalo Sabres nicht punkten. In der heimischen HSBC-Arena mussten sie sich in der Overtime den Atlanta Thrashers knapp mit 4:5 geschlagen geben.

Teamgeist bringt Sieg

Nach der Führung im ersten Durchgang und zwei weiteren, hart umkämpften Dritteln konnte Thrashers-Stürmer Jason Williams schließlich nach 48 Sekunden in der Overtime den Siegtreffer für Atlanta erzielen.

"Wichtiger als der Sieg heute, war unsere gute Teamarbeit", stellte Atlantas Torhüter Johan Hedberg fest. "Jetzt müssen wir weiterhin darauf aufbauen."

Comeback nach Fingerverletzung

Trotz einer spektakulären und torreichen Partie konnte sich der deutsche Center nicht sonderlich in Szene setzen. Hecht wurde im ersten Spiel nach einer längeren Verletzungspause noch geschont. Er kam somit auch lediglich zu 14 Minuten auf dem Eis.

Atlanta steht nach dem fünften Sieg auf Platz fünf der Southeast Division, während die Buffalo Sabres trotz der Niederlage weiterhin an der Spitze im Nordosten stehen.

Jackets und Stars siegen

In den beiden anderen Partien des Abends konnten sich Columbus und Dallas durchsetzen.

Die Texaner fegten die Anaheim Mighty Ducks mit 5:2 vom Eis. Auffälligster Akteur im Honda Center in Anaheim war Mark Parrish. Mit drei Toren brachte er nach drei sieglosen Partien den ersten Sieg für die Dallas Stars.

Im Penalty schießen konnte Columbus die Montreal Canadiens mit 4:3 bezwingen. Blue Jackets-Keeper Steve Mason konnte zwei Penalties abwehren und sicherte Columbus damit den Sieg.

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