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Washingtons Mathieu Perreault (l.) kämpft mit Brooks Orpik um die Scheibe © getty

Trotz Wetterchaos wird das Neujahrsspiel zwischen Washington und Pittsburgh ein "perfekter Abend". Auch zwei Stars sind angetan.

Pittsburgh/München - Regen prasselte auf sie herab und durchnässte ihre Kleidung, der Wind blies ihnen heftig ins Gesicht, und das gegnerische Tor war für sie wie vernagelt:

Die beiden Eishockey-Superstars Sidney Crosby und Alexander Owetschkin hatten schon angenehmere Spiele erlebt als das NHL-Winter-Classic am Neujahrstag in Pittsburgh.

Dennoch waren auch die beiden Ausnahmekönner begeistert vom Freiluft-Spektakel, bei dem die Washington Capitals 3:1 gegen die Penguins gewannen.

"Es war eine der besten Erfahrungen in meinem Leben", sagte Washingtons linker Flügelstürmer Owetschkin.

Auch Crosby ist überwältigt

Der russische Nationalspieler war richtig neidisch auf die Kollegen von Freiluft-Sportarten: "Ich kann nicht glauben, dass Footballer so etwas in jedem Spiel erleben. Es ist unglaublich. Das ist etwas, was du immer und immer wieder tun möchtest."

Der unterlegene Crosby wollte dem verpassten Sieg gegen den Erzrivalen und dem eigenen Null-Punkte-Spiel nicht lange hinterhertrauern.

Überwältigt von der besonderen Atmosphäre empfand der kanadische Olympia-Held seinen Auftritt als Privileg und pure Freude.

"Dieses Gefühl, wenn du durch den Tunnel auf den Platz gehst, ist atemberaubend. Vor so vielen Menschen Eishockey zu spielen, davon hat wohl keiner von uns zu träumen gewagt", so Crosby.

Erstmals unter Flutlicht

Auch die 68.111 Fans im Heinz Field, dem Stadion des NFL-Klubs Pittsburgh Steelers, ließen sich vom Wetterchaos nicht mürbe machen.

Zur Gänsehautstimmung trug auch bei, dass erstmals in der Geschichte ein Winter Classic am Abend und unter Flutlicht ausgetragen wurde, da der Spielbeginn wetterbedingt verschoben werden musste.

Die Bedingungen auf dem Eis waren grenzwertig, doch angesichts der erbitterten Rivalität zwischen den beiden Stanley-Cup-Anwärtern wollte kein Team einen Rückzieher machen.

Keine Beschwerden

"Es ist keiner zu uns gekommen und hat sich beschwert", sagte NHL-Commissioner Gary Bettman.

Eigentlich hätten sich Owetschkin und Crosby die große Show liefern sollen. So jedenfalls hatten es die NHL-Vermarkter bei der Ansetzung geplant. (DATENCENTER: Der NHL-Spielplan)

Doch mit den widrigen Bedingungen kamen andere besser zurecht.

"Perfekte Nacht" für Fehr

Vor allem Eric Fehr, der bei Washington normalerweise für harte Checks zuständig ist, glänzte mit einem Doppelpack (35. und 52.) als Torschütze.

"Das war eine perfekte Nacht", sagte der Kanadier.

Das Open-Air-Game fand zum vierten Mal nach Buffalo 2007, Chicago 2008 und Boston 2009 am Neujahrstag statt.

Werbung für die NHL?

Die NHL-Macher erhoffen sich durch die spektakulären Bilder, die von 75 Kameras eingefangen und zu den Millionen Zuschauern in die Wohnstuben übertragen wurden, Werbung für die seit einigen Jahren kriselnde Sportart.

"Dieses Event ist unser Markenzeichen geworden", sagte NHL-Boss Bettman.

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