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Marco Sturm steht seit diesem Jahr bei den Washington Capitals unter Vertrag © getty

Die Caps besiegen den Stanley-Cup-Gewinner. Auch Hechts Sabres gewinnen. Die Liga reagiert auf Paciorettys schwere Verletzung.

Miami - Marco Sturm und die Washington Capitals bleiben in der NHL auf Erfolgskurs.

Mit 4:3 besiegte das Team des deutschen Eishockey-Nationalstürmers den amtierenden Stanley-Cup-Gewinner Chicago Blackhawks und bleibt Zweiter in der Eastern Conference.

Auf Platz sieben liegen nun die Buffalo Sabres mit Jochen Hecht nach dem 6:4 über Schlusslicht Ottawa Senators.

Die beiden deutschen Routiniers blieben ohne Scorerpunkt.

Konferenz in Miami

Unterdessen reagierte die NHL auf Max Paciorettys schwere Verletzung.

Der 22 Jahre alte Stürmer der Montreal Canadiens war nach einem brutalen Check mit einem Halswirbelbruch ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Commissioner Gary Bettman präsentierte einen Plan zur Reduzierung der zahlreichen Kopfverletzungen.

Alle 30 Teammanager hatten sich zu einer spontan anberaumten Konferenz in Miami getroffen.

Sicherheitscheck in Stadien

Laut NHL müssen nun alle Spieler, die Anzeichen von Gehirnerschütterungen aufweisen, unverzüglich vom Arzt untersucht werden.

Vereine und Trainer werden verantwortlich gemacht, wenn ihre Spieler wegen schwerer Fouls mehrfach in der Saison suspendiert werden. Zusätzlich plant die Liga, die Ausrüstung der Akteure zu verbessern und alle 30 Stadien einem Sicherheitscheck zu unterziehen.

Pacioretty war nach dem Check des Bostoner Kapitäns Zdeno Chara mit dem Kopf an den Pfosten der Plexiglasbande geprallt.

Superstar Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins gehen diese Maßnahmen nicht weit genug.

Crosby fordert härtere Strafen

Der 23 Jahre alte Kanadier laboriert nach wie vor an den Folgen einer Gehirnerschütterung und fehlt seinem Verein seit Januar.

Er fordert umfassende Regeländerungen: "Wenn jemand auf den Kopf des Gegners zielt, muss er bestraft werden."

Erst im letzten Sommer hatte die NHL ihr Regelwerk dem internationalen Eishockey angeglichen. Checks aus dem "toten Winkel" sind seitdem verboten.

Schon 29 Spiele Pause

Crosby geht das nicht weit genug: "Unser Sport wird nichts verlieren, wenn wir diese Aktionen grundsätzlich verbieten."

Die letzten 29 Spiele hat Crosby mittlerweile versäumt. Am Montag scheiterte ein erster Comeback-Versuch nach 15 Minuten auf dem Eis.

Mehr als ein paar Trainings-Runden und Schüsse waren für den Kanadier nicht möglich.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr im TV die SPORT1 News)

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