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Dennis Seidenberg (r.) spielt seit 2002 in der NHL © getty

Der DEB-Verteidiger und sein Team finden zum Playoff-Start kein Mittel gegen Montreals Goalie. Buffalo feiert ohne Jochen Hecht.

Von Eric Böhm

München/Boston - Die Boston Bruins haben einen klassischen Fehlstart in die Playoffs hingelegt.

Das Team von Nationalspieler Dennis Seidenberg verlor vor heimischem Publikum 0:2 (0:1,0:0,0:1) gegen die Montreal Canadiens.

Seidenberg war 24:55 Minuten im Einsatz, stand allerdings auch bei beiden Gegentoren auf dem Eis.

Montreals Rechtsaußen Brian Gionta war mit zwei Treffern der Matchwinner für die Gäste. Scott Gomez leistete jeweils die Vorarbeit.

Gionta unbemerkt zur Führung

Bereits nach knapp drei Minuten brachte der Goalgetter den Rekordmeister in Führung. Mathieu Darche nahm Bostons Goalie Tim Thomas die Sicht, und Gionta konnte den Querpass von Gomez problemlos verwandeln.

"Ich habe ihn gar nicht bemerkt. Ich dachte, der Spieler vor dem Tor würde den Puck annehmen. Als ich Gionta bemerkte, war es schon zu spät", erklärte Thomas das 0:1. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Price ragt heraus

Montreals Torhüter Carey Price erwischte dagegen einen nahezu perfekten Tag. Immer wieder brachte er Bostons Angreifer zur Verzweiflung.

"Wir hätte uns besser vor ihm postieren müssen. Wir haben uns um das Tor bewegt, aber niemand kam vor Price, um ihm die Sicht zu versperren", haderte Bostons Trainer Claude Julien.

Patrice Bergeron hatte Mitte des zweiten Drittels die größte Möglichkeit, scheiterte aber allein vor dem Kasten.

Assistent Gomez zufrieden

Insgesamt entschärfte Price 32 Schüsse und feierte seinen dritten Playoff-Shutout. In seinen letzten beiden Spielen gegen die Bruins musste er noch 13 Gegentore hinnehmen.

"Die Playoffs kannst du mit der regulären Saison nicht vergleichen. Da geht es ganz anders zur Sache", sagte der 23-Jährige.

Gute drei Minuten vor Schluss sorgte dann erneut Gionta für die Entscheidung. Vorlagengeber Gomez war entsprechend zufrieden: "Wenn du zu Beginn einer Serie auswärts gewinnst, ist das extrem wichtig. Es fühlt sich gut an."

SPORT1 fasst das weitere Playoff-Geschehen aus der NHL zusammen:

Philadelphia Flyers - Buffalo Sabres 0:1

Die Buffalo Sabres gewannen - ohne den nach wie vor verletzten Jochen Hecht - mit 1:0 (0:0,0:0,1:0) bei den Philadelphia Flyers.

Damit gingen die an Nummer sieben gesetzten Sabres in der Serie gegen den Vizemeister mit 1:0 in Führung. Patrick Kaleta erzielte etwa 14 Minuten vor Schluss das goldene Tor.

"Wir haben gezeigt, dass wir läuferisch mit ihnen mithalten können. Es wird aber noch ein hartes Stück Arbeit", so Buffalos Goalie Ryan Miller.

Hecht hofft auf Einsatz

Dem MVP der Olympischen Spiele 2010 war mit 35 Paraden und seinem drittem Playoff-Shutout der Erfolgsgarant seiner Truppe.

Die Flyers konnten im zweiten Drittel selbst eine Überzahl mit zwei Mann mehr nicht nutzen.

"Das war der Wendepunkt des Spiels. Dieses Power Play hat uns Momentum gekostet", bestätigte Flyers-Verteidiger Matt Carle.

Hecht hofft nach seiner Gehirnerschütterung im zweiten Spiel der Serie (Sa., ab 23 Uhr LIVESCORES) dabei sein zu können.

San Jose Sharks - Los Angeles Kings 3:2 n.V.

Die San Jose Sharks sind mit einem Heimsieg in die Playoffs gestartet.

Joe Pavelski sorgte mit seinem Treffer in der Overtime für den 3:2 (1:0,1:2,0:0,1:0)-Erfolg gegen die Los Angeles Kings.

Der Center nutzte einen mustergültigen Pass von Kyle Wellwood und überwand Kings-Torhüter Jonathan Quick mit einem präzisen Schuss aus dem Handgelenk. Es war Pavelskis zweiter Playoff-Siegtreffer.

Heatley mit Blitzstart

Superstar Dany Heatley hatte San Jose bereits nach 28 Sekunden in Führung gebracht, doch die Kings kamen noch im zweiten Drittel zurück.

Dustin Brown markierte den Ausgleich. Nach der erneuten Führung der Gastgeber traf Justin Williams zum 2:2.

Sei Wayne Gretzky die Kings 1993 ins Stanley-Cup-Finale führte, gewann L.A. nur eine einzige Playoff-Serie.

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