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Christian Ehrhoff stand bei der WM 2010 im All-Star Team © getty

Die Klubs der beiden DEB-Cracks bewahren in den Playoffs ihre weiße Weste. Ehrhoff punktet. Bei den Caps beeindruckt ein Rookie.

Von Eric Böhm

München/Vancouver - Die Teams von Christian Ehrhoff und Marco Sturm marschieren im Gleichschritt in Richtung zweite Playoff-Runde.

Ehrhoffs topgesetzte Vancouver Canucks schlugen die Chicago Blackhawks mit 4:3 (1:0,2:1,1:2) und führen in der Serie nun 2:0.

Der DEB-Crack steuerte dabei einen Assist zum zwischenzeitlichen 2:0 durch Linksaußen Daniel Sedin (21.) bei.

Vancouvers Topscorer war mit zwei Treffern sowie einer Vorlage der überragende Akteur der Gastgeber.

Canucks geraten ins Schwimmen

Sedins 4:2 in der 51. Minute hätte den Gastgebern eigentlich die nötige Sicherheit verleihen müssen, stattdessen fing die Truppe in der Schlussphase an zu schwimmen.

"Sie sind nicht umsonst der Titelverteidiger. Wir hatten nicht erwartet, dass sie sich aufgeben würden", so Canucks-Goalie Roberto Luongo.

Stürmer Ben Smith brachte die Hawks gute acht Minuten vor Schluss mit seinem zweiten Treffer auf 3:4 heran, und die Gastgeber mussten bis zum Schluss zittern. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Luongo sichert Sieg

In den Köpfen von Ehrhoff und Co. spukten sicher die vergangenen beiden Jahre herum, als sie Chicago jeweils nach 0:1-Rückstand aus den Playoffs schmiss.

"Wir sind nicht in Panik geraten. Wir haben das schließlich schon zweimal durchgemacht. Das ist jetzt ein anderes Team", widersprach Ryan Kesler diesem Eindruck.

Dennoch konnte sich Vancouver gegen Ende kaum noch befreien, und Luongo sicherte mit einigen starken Paraden den hauchdünnen Sieg.

Spiel drei findet in der Nacht auf Montag in Chicago (ab 2 Uhr LIVESCORES) statt.

SPORT1 fasst das weitere Playoff-Geschehen aus der NHL zusammen:

Washington Capitals - New York Rangers 2:0

Marco Sturms Washington Capitals feierten im zweiten Playoff-Spiel bereits den zweiten Erfolg.

Die Hauptstädter schlugen die New York Rangers vor 18.398 Fans mit 2:0 (0:0,2:0,0:0).

Sturm stand insgesamt 14:14 Minuten auf dem Eis, konnte dabei aber keinen Punkt verbuchen.

Caps mit Doppelschlag

Jason Chimera und Jason Arnott gelang gleich zu Beginn des zweiten Drittels der vorentscheidende Doppelschlag.

"Wir haben in der Abwehr sehr gut gestanden und sie regelrecht frustriert. Das war am Ende unser Vorteil", bilanzierte Caps-Center Brooks Laich.

In der Tat dominierten die New Yorker über weite Strecken das Geschehen, konnten sich aber nicht für die gute Leistung belohnen.

Neuvirths Feuertaufe

Washingtons Rookie-Torhüter Michal Neuvirth avancierte so zum Matchwinner. Der 23-jährige Tscheche entschärfte 22 Schüsse und holte sich seinen ersten Playoff-Shutout.

"Er ist ein junger, sehr talentierter Goalie, der immer mehr zum Rückgrat unseres Teams", lobte Torschütze Arnott.

Entsprechend frustriert äußerte sich dagegen Rangers-Coach John Tortorella: "Diese Niederlage tut wirklich weh. Wir müssen uns für das kommende Heimspiel wieder aufrichten."

Pittsburgh Penguins - Tampa Bay Lightning 1:5

Den Tampa Bay Lightning gelang mit dem 5:1 (3:0,1:1,1:0) bei den Pittsburgh Penguins der Ausgleich in der Serie.

Martin St. Louis (Tor und Assist) und Simon Gagne (drei Assists) waren die auffälligsten Akteure der Gäste aus Florida.

Die drei Treffer im ersten Drittel versetzten den Penguins einen Schock, von dem sie sich nicht mehr erholten.

"Sie haben eine großartige Offensive. Trotzdem hätte ich besser auftreten müssen", sagte Pittsburgh Goalie Marc-Andre Fleury, der einen schwachen Tag erwischte.

Anaheim Ducks - Nashville Predators 5:3

Die Anaheim Ducks haben den 1:1-Ausgleich in ihrer Erstrundenserie geschafft.

Der Ex-Meister schlug Marcel Gocs Nashville Predators vor heimischer Kulisse mit 5:3 (2:0,2:1,1:2).

Der Nationalstürmer wird allerdings in dieser Saison aufgrund seiner Schulter-Operation nicht mehr zum Einsatz kommen.

Nach zwei Dritteln schien die Partie beim Stand von 4:1 schon entschieden, ehe Nashville knappe zehn Minuten vor der Schlusssirene auf 3:4 verkürzen konnten.

Ryan entscheidet

Doch Anaheims Bobby Ryan machte mit seinem Treffer ins leere Tor der Predators den Sack zu. Der Rechtsaußen traf insgesamt zweimal und war gemeinsam mit Ryan Getzlaf (ein Tor, zwei Vorlagen) entscheidend am Sieg der Ducks beteiligt.

"Wir können noch besser spielen. Am Ende leisteten wir uns unnötige Strafen und mussten noch mal zittern", meinte Teemu Selänne. Der Routinier feierte im ersten Abschnitt das 37. Playoff-Tor seiner Karriere

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