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Dennis Seidenberg (li.) wechselte 2010 von den Florida Panthers nach Boston © getty

Seidenberg folgt seinem DEB-Kollegen Ehrhoff nach einem Overtime-Krimi in die zweite Runde. Auch Tampa macht es spannend.

München/Boston - Dennis Seidenberg ist mit den Boston Bruins seinem deutschen Nationalmannschaftskollegen Christian Ehrhoff ins Playoff-Viertelfinale der NHL gefolgt.

Allerdings mussten der gebürtige Schwenninger und sein Team lange ums Weiterkommen zittern, denn erst ein Tor von Nathan Horton nach 5:43 Minuten der Verlängerung brachte den Bruins im entscheidenden siebten Spiel den 4:3-Sieg gegen die Montreal Canadiens.

Gegner im Viertelfinale sind jetzt erstmals am kommenden Samstag auswärts die Philadelphia Flyers (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Ebenfalls den Sprung in die Runde der letzten Acht schaffte Tampa Bay Lightning durch einen 1:0-Auswärtssieg im siebten Spiel der best-of-seven-Serie bei den Pittsburgh Penguins.

Ausgleich in Unterzahl

Boston musste in das siebte Spiel vor heimischer Kulisse, nachdem die Bruins tags zuvor in Montreal trotz eines Seidenberg-Tors 1:2 verloren hatten.

Johnny Boychuk und Mark Recchi hatten Boston vor 17.565 Zuschauern in den ersten sechs Minuten bereits 2:0 in Führung gebracht, Yannick Weber noch im ersten Drittel und Tomas Plekanec in der 26. Minute sogar in Unterzahl brachten Montreal aber den Ausgleich.

Siegtorschütze Horton "genießt"

Nach dem 3:2 durch Chris Kelly (50.) rettete P.K. Subban die Canadiens 1:57 Minuten vor Schluss in die Verlängerung, wo dann Horton die Serie beendete.

"In die Playoffs zu kommen, war alles woran ich gedacht habe. Damit ist für mich ein Traum wahr geworden. Ich genieße das nun jeden Tag ein bißchen mehr", sagte der Siegtorschütze Horton nach dem Einzug in die Runde der letzten Acht, der es in sechs Jahren bei den Florida Panthers nie in die Playoffs geschafft hatte.

DEB-Team hat das Nachsehen

Für die Bruins war das bereits der dritte Overtime-Sieg in dieser Serie.

Nationalspieler Seidenberg stand insgesamt 28:08 Minuten auf dem Eis, so lange wie kein anderer Bruins-Feldspieler. Allerdings fehlen nun Seidenberg wie auch Ehrhoff dem DEB-Team zunächst bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei (ab Fr., 16 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Nächster Gegner: Washington

Spieler des Abens für Tampa Bay waren Sean Bergenheim, dem vor 18.507 Zuschauern in Pittsburgh in der 26. Minute das einzige Tor gelang und Goalie Dwayne Roloson, der mit 36 Paraden sein Team vor einem Rückstand bewahrte.

"Hier geht es wirklich nicht um mich, sondern um alle unsere Jungs", lobte Roloson sein Team.

"Sie haben alles menschenmögliche getan, um den Gegner nicht zu starken Schüssen kommen zu lassen", so der 41-Jährige weiter.

Im Viertelfinale trifft Tampa Bay erstmals am Freitag auswärts auf die Washington Capitals.

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