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Kein Durchkommen: Christian Ehrhoff stoppt Stars-Stürmer Sean Avery © getty

Das Duo Goc/Ehrhoff eilt mit San Jose von Erfolg zu Erfolg. Auch Hecht und Seidenberg siegen und steuern Vorlagen bei.

Von Tobias Schröter

München - Die San Jose Sharks mit den beiden Deutschen Christian Ehrhoff und Marcel Goc sind das Team der Stunde in der NHL.

Beim 6:2-Auswärtssieg bei den Dallas Stars feierten die kalifornischen Überflieger bereits den sechsten Sieg in Serie und machten so den besten Start ihrer Geschichte perfekt.

Mit 39 Zählern bei 23 absolvierten Spielen haben die Sharks die meisten Punkte aller NHL-Teams und vor allem in ihrer Divison schon einen riesigen Vorsprung: Zehn Punkte liegen sie dort vor dem Zweitplatzierten Anaheim - die Haie schwimmen den anderen Teams davon.

Im Duell zwischen dem Spitzenreiter und dem Schlusslicht der Western Conference waren die Stars zu keinem Zeitpunkt ein Maßstab für Ehrhoff, Goc und Co.

Die starke Sharks-Offensive - mit 89 Toren treffsicherster Sturm der Liga - überrollte die Gastgeber bereits im ersten Drittel.

Boyle trifft doppelt

Herausragender Mann war Dan Boyle, der San Jose nach dem zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich mit zwei Toren auf 3:1 davonziehen ließ.

Der lobte hinterher die durch die Bank gute Teamleistung seiner Mannschaftskameraden: "Jeder trägt seinen Teil dazu bei. Alle spielen gut und so haben wir Dallas zu keinem Zeitpunkt die Gelegenheit gegeben, ins Spiel zurück zu kommen."

Besonders stark spielte neben dem Doppel-Torschützen auch Sharks-Goalie Jewgeni Nabokow, der nach sieben Spielen Verletzungspause ein tolles Comeback feierte und 25 Schüsse parierte.

Marcel Goc und Christian Ehrhoff steuerten zum den Treffern zwar keinen Scorerpunkt bei, durften aber lange aufs Eis.

Halbfinal-Trauma besiegt

Mit dem deutlichen Auswärtssieg vertrieben die Kalifornier auch ihre schlechte Erinnerung an das letzte Spiel im American Airlines Center.

Im Conference-Halbfinale der Vorsaison hatten sie hier das entscheidende Spiel gegen die Stars in der vierten Verlängerung verloren.

"Ich erinnere mich an das Gefühl, nach dem Knockout in diesem Umkleideraum gesessen zu haben", war Sharks-Left-Wing Ryane Clowe froh, dieses Trauma besiegt zu haben.

Seidenberg legt zweimal auf

Auch für andere Deutsche lief es gut an diesem NHL-Spieltag: Gleich zwei Assists steuerte Dennis Seidenberg zum 3:2-Auswärtssieg seiner Carolina Hurricanes bei den Philadelphia Flyers bei.

Durch das entscheidende Tor von Hurricances-Stürmer Sergej Samsonow in der ersten Overtime gingen im Wachovia Center von Philadelphia gleich zwei Serien zu Ende.

Carolina gewann das erste Spiel nach drei Niederlagen, die Flyers verloren zum ersten Mal nach sechs Siegen. Damit liegt Seidenberg mit seinem Team weiter auf einem Playoff-Platz.

Hecht am Siegtreffer beteiligt

Knapp hinter den Hurricanes haben sich Jochen Hecht und die Buffalo Sabres in Stellung gebracht.

Beim 4:3 gegen die Pittsburgh Penguins half er mit, das Spiel im letzten Drittel erneut zu drehen.

Vorher hatte die Führung bereits dreimal gewechselt: Pittsburgh ging mit 1:0 in Führung, Buffalo wendete das Blatt mit zwei Treffern, ehe die Penguins mit zwei Toren den Spieß wieder herum drehten.

Kantersieg für Boston

Richtig deutlich machte es Northeast-Tabellenführer Boston gegen die New York Islanders, und fertigte die Gäste durch fünf Tore im letzten Drittel mit 7:2 ab.

Heimsiege feierten außerdem Minnesota (4:2 gegen Tampa Bay), Anaheim (1:0 gegen Chicago), Phoenix (2:1 gegen Colorado), Washington (3:0 gegen Montreal) und Detroit (5:3 gegen Columbus).

Auswärts erfolgreich waren neben den Sharks die Nashville Predators (4:3 in Atlanta) und die New York Rangers (4:3 bei den Florida Panthers).

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