vergrößernverkleinern
Dennis Seidenberg (l.) hat in seiner NHL-Karriere bereits über 450 Spiele bestritten © getty

Der DEB-Crack liefert zwei Vorlagen und feiert mit Boston zum Viertelfinal-Start in Philly einen Sieg. Ehrhoffs Canucks patzen.

Von Eric Böhm

München/Philadelphia - Die Boston Bruins haben im Viertelfinale der NHL-Playoffs einen Auftakt nach Maß hingelegt.

Das Team des deutschen Nationalspielers Dennis Seidenberg gewann bei den Philadelphia Flyers 7:3 (2:1,3:1,2:1) und ging in der Best-of-Seven-Serie mit 1:0 in Führung.

Der Verteidiger bekam mit 25:43 Minuten die zweitmeiste Eiszeit und bereitete die ersten beiden Treffer der Bruins vor.

Zum Matchwinner schwang sich Seidenbergs Mannschaftskollege David Krejci auf. Der Center erzielte zwei Tore und verbuchte darüber hinaus auch noch zwei Assists.

Einbruch noch im Hinterkopf

Im letzten Jahr standen sich beide Teams ebenfalls in der zweiten Runde gegenüber. Damals führte Boston bereits mit 3:0, ehe den Flyers mit vier Erfolgen am Stück eines der größten Comebacks der NHL-Geschichte gelang.

Krejci verletzte sich damals im dritten Duell am Handgelenk und musste den kolossalen Einbruch seiner Truppe tatenlos mitansehen.

"Ich versuche, nicht daran zu denken, was passiert ist. Aber es ist irgendwie noch im Hinterkopf", sagte der Stürmer im Anschluss. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Flyers-Goalie schwach

Brad Marchand sorgte mit seinem zweiten Playoff-Treffer zum 5:1 gegen Ende des zweiten Drittels für klare Verhältnisse.

Daraufhin wechselten die Flyers ihren schwachen Torhüter Brian Boucher aus und schickten den Rookie Sergei Bobrowsky in den Kasten.

"Wir haben es ihnen zu leicht gemacht. Boston hat auf die Abpraller spekuliert, aber unsere Verteidiger haben vor dem Tor nicht hart genug gearbeitet", so Phillys Coach Peter Laviolette.

Marchand macht den Sack zu

Die Moral seiner Männer war allerdings intakt. Mike Richards konnte im letzten Drittel mit einem Überzahltor auf 3:5 verkürzen.

Doch Marchands zweiter Treffer brachte zwei Minuten später die Entscheidung zugunsten der Gäste. Gregory Campbell stellte kurz vor dem Ende den Endstand her.

"Die Vergangenheit ist abgehakt. Es wurde viel über unseren Einbruch gesprochen. Wir wollten zeigen, dass uns nur diese Serie interessiert. Das ist uns gelungen", bilanzierte Rechtsaußen Nathan Horton.

Vancouver Canucks - Nashville Predators 0:1 n.V.

Christian Ehrhoffs Vancouver Canucks mussten in ihrem Viertelfinale den 1:1-Ausgleich hinnehmen.

Das beste Team der Vorrunde verlor im heimischen Rogers Center mit 1:2 (0:0,1:0,0:1,0:1) nach zweifacher Verlängerung.

Matt Halischuk überwand in der 95. Minute Vancouvers Goalie Roberto Luongo und sicherte Nashville den Auswärtssieg.

"Ich habe versucht so schnellt und hart abzuziehen, wie ich konnte. Glücklicherweise ging er rein", beschrieb der Rechtsaußen seinen großen Auftritt.

Bittere Pleite für Canucks

Dabei fehlten den Canucks ganze 67 Sekunden, um in der Best-of-Seven-Serie mit einem 2:0-Vorsprung im Gepäck nach Tennessee zu reisen.

Alexandre Burrows hatte die Gastgeber im zweiten Spielabschnitt in Führung geschossen, ehe Ryan Suter Verzweiflungsschuss den Preds neues Leben einhauchte.

"Ich wollte den Puck vors Tor bringen, um vielleicht eine Strafzeit zu erzwingen. Durch einen glücklichen Zufall landete er aber im Netz", sagte Suter, der auch noch den Game-Winner von Halischuk vorbereitete.

Rinne mit Glanzparaden

In der Overtime hatte Vancouver - Ehrhoff lieferte eine solide Leistung - mehr vom Spiel, doch Nashvilles Goalie Pekka Rinne zeigte einige herausragende Paraden.

"Es ist Sudden Death, da musst du ständig hochkonzentriert sein. Es macht Spaß, wenn du viele Schüsse auf dein Tor bekommst", erklärte der Finne.

In der Nacht auf Mittwoch (ab 3 Uhr LIVESCORES) wird die Serie in Nashville fortgesetzt.

Zum Forum - Jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel