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Christian Ehrhoff spielte bis 2009 fünf Jahre für die San Jose Sharks © getty

Vancouver verliert das dritte Halbfinale in San Jose. Ein Raubein knockt den DEB-Crack aus. Die Sharks beenden eine Durststrecke.

Von Eric Böhm

München/San Jose - Die Vancouver Canucks haben in den NHL-Playoffs einen doppelten Rückschlag hinnehmen müssen.

Das beste Team der regulären Saison unterlag bei den San Jose Sharks 3:4 (0:3,0:0,3:1) und führt in der Finalserie der Western Conference nur noch mit 2:1.

Mindestens genauso schwer wie die Niederlage wiegt jedoch der Ausfall des deutschen Nationalspielers Christian Ehrhoff.

Der offensivstärkste Verteidiger der K.o.-Runde (zwei Tore, neun Assists) musste bereits in der 15. Minute des ersten Drittels mit einer Verletzung am Oberkörper passen.

Ehrhoffs Einsatz fraglich

Ein harter Hit von Sharks-Stürmer Jamie McGinn setzte Ehrhoff außer Gefecht. Ob er in Spiel vier am Sonntag (ab 21 Uhr LIVESCORES) wieder auflaufen kann, ist unklar.

Der als Raubein bekannte McGinn hätte sein Team später mit seiner zweiten extrem harten Aktion fast noch um den sicheren Sieg gebracht.(DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Als er mit Aaron Rome einen zweiten Canucks-Verteidiger - diesmal per Bandencheck - ausschaltete, folgte ein fünfminütiger Aufenthalt auf der Strafbank.

McGinn droht Sperre

Den nutzte Vancouver, um knapp vier Minuten vor Schluss zum 3:4-Anschluss durch Kevin Bieksa.

McGinn droht zudem eine Sperre, denn er lieferte sich nach dem Check gegen Rome noch ein Wortgefecht mit dem Schiedsrichter und bekam noch eine zusätzliche Zehn-Minuten-Strafe aufgebrummt.

Am Ende zitterten sich die Gastgeber mit Glück und einigen Paraden ihres finnischen Goalies Antti Niemi über die Zeit und feierten ihren ersten Sieg im Conference-Finale seit 2004.

"Es war ein unglaublich wichtiges Spiel für uns. Jeder hat sich gesteigert. Die Fans haben uns extrem aufgeputscht", sagte San Joses Kapitän Joe Thornton, der drei von vier Treffern seines Team vorbereitete.

Blitzstart der Sharks

Dabei dominierten die Kalifonier von Beginn an und führten nach dem ersten Drittel durch Tore von Patrick Marleau (4. Und 18. Minute) sowie Ryan Clowe (9.) bereits mit 3:0.

Nachdem Canucks-Linksaußen Alexandre Burrows verkürzt hatte, schien Dan Boyles Treffer zum 4:1 in der 47. Minute bereits die Entscheidung gewesen zu sein.

Doch Dan Hamhuis und McGinns Unbeherrschtheit ließen Vancouver kurzfristig noch einmal hoffen.

Canucks-Coach spart

Strafzeiten spielten für den Ausgang eine ganz entscheidende Rolle, immerhin wurden fünf der sieben Tore im Power Play erzielt.

Vancouvers Trainer Alain Vigneault war mit der Verteilung der Strafen nicht zufrieden: "Ich glaube, wir haben diszipliniert gespielt. Wenn ich mehr sage, bittet mich die Liga zur Kasse. Also spare ich lieber Geld."

Ihre eigenen Chancen vergaben die Canucks dagegen in den ersten 40 Minuten leichtfertig, unter anderem konnten sie zwei doppelte Überzahlen nicht nutzen.

Marleau kommt in Fahrt

"Wir hatten wirklich genug Möglichkeiten, um zu treffen. Sie haben viele Schüsse geblockt, also müssen wir besser passen", meinte Center Henrik Sedin.

Sharks-Star Marleau kommt dagegen immer besser in Schwung. In den letzten vier Spielen erzielte er fünf Treffer. In den ersten sechs Viertelfinals gegen Detroit blieb er zuvor ohne Punkt.

"Ich spiele mit sehr guten Jungs zusammen. Wenn ich mich gut bewege, gehen die Pucks früher oder später ins Tor", so der 31-Jährige.

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