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Vancouver schaltete in der ersten Runde Titelverteidiger Chicago aus © getty

Das Team des deutschen Verteidigers zieht in die Endspielserie der NHL ein. Nun winkt sogar ein deutsches Finalduell.

Vancouver - Die Vancouver Canucks haben erstmals seit 17 Jahren die Stanley-Cup-Finals in der NHL erreicht.

Nach wie vor ohne ihren an der Schulter verletzten deutschen Nationalspieler Christian Ehrhoff gewann die beste Mannschaft der Vorrunde Spiel fünf gegen die San Jose Sharks mit 3:2 in der Verlängerung.

Damit entschieden die Kanadier auch die Serie mit 4:1. (Machen Sie es wie SPORT1 und Marcel Goc: Unterstützen Sie München 2018)

Im Finale wartet nun der Sieger aus der Begegnung Boston gegen Tampa Bay.

Bieksa wird zum Helden

Nach der Führung durch Alex Burrows (9.) gerieten die Kanadier durch Patrick Marleau (30.) und Devin Setoguchi (41.) in Rückstand.

14 Sekunden vor Schluss gelang Ryan Kesler der Ausgleich für die Canucks.

In der zweiten Verlängerung war Kevin Bieksa Vancouvers Held, der mit einem Schlagschuss von der blauen Linie San Joses Keeper Antti Niemi überwand (91.).

"Das hässlichste Tor"

"Das war wahrscheinlich das hässlichste Tor meiner Karriere, aber garantiert das wichtigste", sagte der Siegtorschütze.

Sein Schuss hoppelte über Eis und landete neben dem Pfosten im Netz.

"Es war ein schwerer Schlag gewesen. Ich hatte gehofft, dass er auf das Tor geht, aber es er reinging, schrie ich nur noch 'Auf gehts zum Cup Baby."

Die Chance, Krupp zu beerben

Damit hat erstmals seit 2007 wieder ein deutscher Spieler die Chance, den Stanley Cup zu gewinnen.

Bisher einziger deutscher Sieger ist der heutige Bundestrainer Uwe Krupp, der 1996 mit Colorado Avalanche triumphierte und 2002 als Ersatzspieler zum erfolgreichen Team der Detroit Red Wings gehörte.

2007 verloren Christoph Schubert und der in Freiburg geborene Deutsch-Kanadier Dany Heatley mit den Ottawa Senators im Finale gegen die Anaheim Ducks.

1998 stand der deutsche Nationaltorhüter Olaf Kölzig mit den Washington Capitals in der Endspielserie gegen den späteren Sieger Detroit Red Wings. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Ehrhoff gibt Entwarnung

Im entscheidenden fünften Spiel gegen San Jose gehörte Ehrhoff nach seiner am vergangenen Samstag erlittenen Schulterverletzung noch nicht wieder zum Kader der Vancouver Canucks.

Der Verteidiger gab allerdings am Dienstag im Hinblick auf die Finals Entwarnung.

"Es geht mir gut", sagte der 28-jährige gebürtige Rheinländer nach einem leichten Training:

"Das ist eine Geschichte, die man von Tag zu Tag entscheiden muss, aber ich bin sehr optimistisch."

Deutsches Finalduell möglich

Ehrhoff hatte nach einem Zusammenprall mit Sharks-Stürmer Jamie McGinn im dritten Halbfinale bereits in der 15. Minute das Eis verlassen müssen.

Im Finale könnte es zu einem deutschen Duell zwischen Ehrhoff und seine Nationalmannschaftskollegen Dennis Seidenberg kommen.

Seidenberg führt mit seinen Boston Bruins vor dem sechsten Halbfinal-Playoff in der Nacht zum Donnerstag (ab 2 Uhr LIVESCORES) gegen Tampa Bay Lightning mit 3:2..

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