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Die Boston Bruins stehen nach 21 Jahren erstmals wieder im Stanley-Cup-Finale © getty

Boston behält gegen Tampa Bay die Nerven und zieht in die Endspielserie ein. DEB-Crack Seidenberg glänzt und trifft auf Ehrhoff.

Boston - Das erste deutsche Duell in einem Stanley-Cup-Finale der NHL ist perfekt.

Dennis Seidenberg feierte mit den Boston Bruins im entscheidenden siebten Duell der Endspielserie der Eastern Conference gegen Tampa Bay Lightning einen 1:0 (0:0,0:0,1:0)-Erfolg.

Der Verteidiger trifft damit im Finale auf seinen Nationalmannschafts-Kollegen Christian Ehrhoff, der zuvor mit den Vancouver Canucks durch ein 4:1 in der Serie gegen die San Jose Sharks (Bericht) den Einzug geschafft hatte.

Spiel eins findet in der Nacht auf Donnerstag (ab 2 Uhr LIVESCORES) in Vancouver statt. (Machen Sie es wie SPORT1 und Marcel Goc: Unterstützen Sie München 2018)

Krupp bekommt Nachfolger

Damit steht fest, dass der Noch-Bundestrainer Uwe Krupp nach 15 Jahren einen Nachfolger bekommen wird.

Der künftige Coach der Kölner Haie hatte 1996 mit der Colorado Avalanche als erster deutscher Profi den begehrten Stanley Cup gewonnen.

Krupp hatte damals sogar den 1:0-Siegtreffer in der dritten Verlängerung des vierten Finalspiels gegen die Florida Panthers erzielt.

Horton der Matchwinner

In Boston wurde Nathan Horton zum umjubelten Matchwinner. Der Stürmer erzielte nach 12:27 Minuten des Schlussdrittels vor 17.565 Zuschauern den Siegtreffer.

"Es ist extrem schwer, dieses großartige Gefühl zu erklären. Ich kann es noch gar nicht glauben", freute sich Horton, der seinen achten Playoff-Treffer markierte. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Der 25-jährige Linksaußen fälschte einen Querpass von David Krejci unhaltbar für Tampas überragenden Schlussmann Dwayne Roloson ins Tor ab.

Boston beendet Durststrecke

Das siebte 1:0 in einem Spiel sieben der Playoff-Historie war zwar hart umkämpft, aber dennoch erstaunlich fair. Die Schiedsrichter sprachen keine einzige Strafe aus.

"Den Referees gebührt Respekt. Es gab keine überharten Aktionen, und sie haben den Rhythmus des Spiels nicht unterbrochen", so Roloson, der 37 Schüsse parierte.

Für den fünfmaligen Stanley-Cup-Gewinner Boston ist es die erste Final-Teilnahme seit 1990, der letzte Titel datiert aus dem Jahr 1972.

Seidenberg stark

Seidenberg zeigte eine gewohnt starke Leistung und bekam mit fast 28 Minuten die längste Eiszeit seines Teams.

Torhüter-Oldie Tim Thomas konnte ebenfalls an seine herausragenden Auftritte der letzten Wochen anknüpfen. Der 37-Jährige feierte den dritten Shutout seiner Playoff-Karriere.

"Ich glaube, viele Leute dachten, ich sei über meinen Zenit hinaus. Aber ich habe hart gearbeitet und ein tolles Jahr erlebt", freute sich Thomas.

Trauma überwunden

Die Bruins überwanden somit endlich ihr Trauma aus der letzten Saison. Damals führten sie im Viertelfinale gegen Philadelphia bereits mit 3:0, ehe sie vier Spiele in Folge verloren und ausschieden.

"Von Saisonbeginn an haben wir darüber gesprochen, dass wir diesen Einbruch korrigieren müssen. Dieser Hunger hat uns während der gesamten Playoffs getragen", sagte Kapitän Zdeno Chara.

Die Lightning konnten dagegen Playoff-Topscorer Sean Bergenheim nicht ersetzen. Der Finne laboriert an einer mysteriösen Verletzung und fehlte bereits in Partie Nummer sechs.

"Ein kleiner Fehler hat den Unterschied gemacht. Das ist bitter. Sie sind ein starkes Team. Wir müssen damit leben", bilanzierte Tampa Bays Trainer Guy Boucher.

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