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Christian Ehrhoff gehörte 2010 zum Auswahlteam der Weltmeisterschaft © getty

Der Verteidiger will mit prominenter Unterstützung seine Canucks zum zweiten Finalsieg führen. Beißer Burrows darf auflaufen.

Von Eric Böhm

München - Die Vancouver Canucks haben nicht vor ihre offensive Spielweise aufzugeben.

Nach der Abwehrschlacht im ersten Stanley-Cup-Finale (Bericht) will die Mannschaft des Nationalspielers Christian Ehrhoff in Spiel zwei gegen die Boston Bruins (2 Uhr LIVESCORES) auch wieder offensiv glänzen (Jetzt mitspielen: Werden Sie SPORT1 Tipp-König!).

"Einige Teams werden in den Playoffs konservativer, aber wir leben von der Aggressivität und werden weiter attackieren", so der schussstarke Verteidiger.

Die Unterstützung von Basketball-Star Dirk Nowitzki ist ihm und den Canucks in jedem Fall sicher.

Nowitzki drückt Canucks die Daumen

Während einer Auszeit in Partie Nummer eins tauchte der Superstar plötzlich auf der Videowand mit einer Anfeuerungsbotschaft für die Kanadier auf.

Landsmann und Bruins-Stütze Dennis Seidenberg klärte nun auf: "Ich glaube, ein Mitglied des Trainerstabes der Dallas Mavericks kommt aus Vancouver und hält ihn auf dem Laufenden."

Bei einem Interview gestand Nowitzki dagegen ein, Seidenberg nicht zu kennen. (Machen Sie es wie SPORT1 und Marcel Goc: Unterstützen Sie München 2018)

"Ich höre das jetzt zum ersten Mal, aber das ist schon in Ordnung. Ich halte ihn trotzdem für einen großartigen Spieler", zeigte sich der 29-Jährige nicht gekränkt.

"Balance entscheidend"

Vielleicht wird ihn "Dirkules" nach einem eventuellen Meistertitel noch kennenlernen. Das wird jedoch noch ein hartes Stück für Boston.

Immerhin erzielten die Canucks in der regulären Saison die meisten Treffer und ließen die Wenigsten zu. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Für uns ist die Balance zwischen Abwehr und Angriff entscheidend. Wir dürfen nicht zu passiv werden, aber auch nicht blind nach vorn stürmen", gab Coach Alain Vigneault die Richtung vor.

Außerdem bangt Vancouver noch um Ehrhoffs Abwehrkollegen Dan Hamhuis. Der 28-Jährige laboriert an einer nicht näher spezifizierten Knie-oder Knöchelverletzung. Über seinen Einsatz wird erst kurz vor dem Spiel entschieden.

Chancenverwertung als Manko

In der ersten Partie haperte es bei den Gastgebern vor allem an der Chancenverwertung. Vor allem die Zwillinge Henrik und Daniel Sedin werden wieder im Fokus stehen.

Immerhin ist Henrik mit 21 Punkten bester Scorer der K.o.-Runde und Daniel (8 Treffer) steht gemeinsam mit Bostons Nathan Horton auf Rang vier der Torschützenliste.

"Sie sind unglaublich schnell. Wir müssen die Räume eng machen und sie schon frühzeitig aufnehmen", sagte Seidenberg.

Burrows darf auflaufen

Auch Alexandre Burrows wird mit von der Partie sein. Der Linksaußen wurde nach seiner Beißattacke gegen Bostons Patrice Bergeron nicht gesperrt.

"Ich bin einfach froh, dass ich spielen kann, die Liga hat entschieden. Ich habe die Sache abgehakt", wiegelte der Canucks-Stürmer ab.

Burrows hatte den Bruins-Forward während einer Auseinandersetzung in den Finger gebissen.

"Nachdem ich mir die Situation genau angeschaut habe und mit den Schiedsrichtern gesprochen habe, sehe ich keinen Hinweis auf einen absichtlichen Biss", begründete NHL -Vize Mike Murphy die Entscheidung der Liga.

Kampf der Goalies

Bostons starker Center (vier Tore, elf Assists) wollte sich zu der Aktion nicht weiter äußern, weiß aber worauf es für sein Team ankommt.

"Ich bin über die Aktion hinweg und konzentriere mich auf Hockey. Wir müssen die neutrale Zone kontrollieren und mehr Jungs vor ihr Tor bekommen. Wenn Luongo (Vancouvers Torhüter, Anm. die Red.) freie Sicht hat, wird es schwer", meinte Bergeron.

Mit Tim Thomas haben die Bruins aber selbst auch einen exzellenten Torhüter, der wieder mir Schwerstarbeit rechnen muss.

"Timmy macht uns als Team viel besser. Ein Goalie wie er bügelt viele Fehler aus", lobte Veteran Mark Recchi seinen Mannschaftskameraden.

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