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Brad Marchand (o.) gab 2009 sein NHL-Debüt für die Boston Bruins © getty

Die Bruins fegen Chris Ehrhoffs Vancouver vom Eis und verkürzen in den Finals auf 1:2. Seidenberg liefert sich eine Prügelei.

München/Boston - Dennis Seidenberg hat das deutsche Duell um den Stanley Cup mit Christian Ehrhoff wieder spannend gemacht.

Der Nationalspieler gewann mit den Boston Bruins das dritte NHL-Finale gegen die Vancouver Canucks deutlich mit 8:1 (0:0, 4:0, 4:1) und verkürzte in der Best-of-Seven-Serie auf 1:2.

Der frühere Mannheimer Seidenberg war im TD Garden erneut einer der stärksten Spieler und bekam 24:34 Minuten Eiszeit, mehr als alle Teamkollegen (Jetzt mitspielen: Werden Sie SPORT1 Tipp-König!).

Seidenberg mit Prügelei

Im Schlussdrittel lieferte sich der 29-Jährige mit Canucks-Stürmer Ryan Kesler noch eine Box-Einlage und musste vorzeitig in die Kabine.

Auf der Gegenseite brachte es Ehrhoff gar auf 27:25 Minuten, war aber auch bei drei Gegentoren auf dem Eis. (Machen Sie es wie SPORT1 und Marcel Goc: Unterstützen Sie München 2018)

Andrew Ference (21.), Mark Recchi (25. und 58.), Brad Marchand (32.), David Kreici (36.), Daniel Paille (52.), Chris Kelly (59.) und Michael Ryder (60.) schossen den Kantersieg für die Bruins heraus. Jannik Hansen traf für Vancouver (54.).

Canucks doppelt im Pech

Nachdem im ersten Drittel Ehrhoff und die Canucks dominiert hatten, ging Boston elf Sekunden nach Wiederbeginn in Führung. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Vancouvers Verteidiger Alexander Edler verlor im eigenen Drittel den Puck, als sein Schläger brach, Ference überwand Torhüter Roberto Luongo mit einem Schlagschuss.

Noch unglücklicher für die Gäste war das 2:0: Stürmer Ryan Kesler lenkte den Puck nach einer Hereingabe von Recchi durch Luongos Beine ins eigene Tor.

Zwei Unterzahl-Treffer

Beim dritten Gegentreffer verlor Daniel Sedin in Überzahl die Scheibe, Marchand ließ zwei Gegenspieler stehen und schlenzte den Puck über Luongo ins Netz. Auch Paille traf in Unterzahl für Boston.

Nach dem fünften Tor fragte Vancouvers Coach Alain Vigneault seinen Goalie, ob er ausgewechselt werden wolle, aber der kanadische Olympiasieger blieb in seinem Kasten.

"Eine Niederlage zählt immer gleich viel, egal ob 1:8 oder nach Verlängerung. Es geht weiter", so Veigneault.

Thomas für Baby-Schritte

Bruins-Torhüter Tim Thomas verhinderte mit mehreren Glanzparaden, unter anderem gegen Ehrhoff (28.), weitere Treffer der Kanadier.

"Jetzt sind wir in einer besseren Position als vorher, aber wir müssen in Baby-Schritten weitergehen. Es war nur ein Sieg", blieb der Routinier cool.

Horton ins Krankenhaus

Schon nach fünf Minuten hatte Boston Stürmer Nathan Horton verloren.

Nach einem extrem harten Check von Aaron Rome blieb der 26-Jährige, der die Bruins mit seinem Tor im siebten Halbfinale gegen Tampa Bay in die Endspielserie gebracht hatte, auf dem Eis liegen und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Eine genauere Diagnose steht noch aus. Canucks-Verteidiger Rome erhielt eine Spieldauer-Disziplinarstrafe.

"Es ist immer schlimm, wenn so etwas passiert. Wir wollten das Spiel unbedingt für ihn gewinnen", sagte Marchand.

Viele Strafminuten

Beide Teams sammelten insgesamt 145 Strafminuten. In den letzten 25 Jahren ging es nur in einem Finalspiel von 1986 zwischen Montreal und Calgary (176 Minuten) rauer zu.

Im vierten Spiel in der Nacht zu Donnerstag (ab 2 Uhr LIVESCORES) - ebenfalls vor eigenem Publikum - können Seidenberg und Co. ausgleichen.

"Es ist peinlich so zu verlieren. Wir haben Glück, dass der Cup nicht mit der Tordifferenz entscheiden wird. Wenn wir das nächste Spiel gewinnen, sieht es sehr gut aus", hakte Vancouvers Kevin Bieksa die Pleite schnell ab.

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