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Christian Ehrhoff (l.) wurde 2001 in der vierten Draft-Runde von San Jose ausgewählt © getty

Seidenbergs Boston gelingt mit dem zweiten Kantersieg in der Finalserie gegen Vancouver das 2:2. Diesmal prügelt sich Ehrhoff.

Von Eric Böhm

München/Boston - Im deutschen Finale um den Stanley Cup ist alles wieder offen.

Nach dem berauschenden 8:1 in Spiel drei (Bericht und 415320Bilder) gewannen Dennis Seidenbergs Boston Bruins auch ihr zweites Heimspiel gegen Christian Ehrhoffs Vancouver Canucks mit 4:0 (1:0,2:0,1:0).

Seidenberg, der fast 26 Minuten zum Einsatz kam, zeigte eine gewohnt starke Leistung und verhalf Boston in der Best-of-Seven-Serie zum 2:2-Ausgleich.

Die fünfte Partie findet in der Nacht auf Samstag (ab 2 Uhr LIVESCORES) wieder in Vancouver statt (Jetzt mitspielen: Werden Sie SPORT1 Tipp-König!).

Horton-Ersatz trumpft auf

Die Bruins hatten das Geschehen von Beginn an unter Kontrolle. Rich Peverley wurde mit seinen beiden Treffern (12. und 44. Minute) zum Matchwinner.

Der Stürmer ersetzte Nathan Horton in Bostons Topreihe an der Seite von David Krejci und Milan Lucic.

Horton hatte sich zuletzt nach einem bösen Hit von Vancouvers Aaron Rome eine Gehirnerschütterung zugezogen. Rome war daraufhin für vier Spiele gesperrt worden. (Machen Sie es wie SPORT1 und Marcel Goc: Unterstützen Sie München 2018)

Thomas unüberwindbar

Nach der Partie gab es für die Bruins noch mehr Grund zur Freude, denn der verletzte Flügelstürmer ließ es sich nicht nehmen, sein Team in der Kabine zu beglückwünschen.

"Ich war unglaublich froh, ihn zu sehen. Das hat mir einen richtigen Kick gegeben", meinte Goalie Tim Thomas.

Der Routinier hatte im Vorfeld betont, die Bruins würden für Horton spielen und ließ seinen Worten mit seinem dritten Playoff-Shutout (38 Paraden) auch Taten folgen.(DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Doppelschlag bringt Vorentscheidung

Im zweiten Drittel brachte ein Doppelschlag von Michael Ryder (32. Minute) und Brad Marchand (34.) bereits die Vorentscheidung.

Denn gegen Thomas fanden die Canucks, bei denen die Sedin-Zwillinge erneut enttäuschten, kein Mittel.

"Wir bekommen unsere Chancen, aber wir müssen härter arbeiten, um Thomas zu überwinden", meinte Kapitän Henrik Sedin, der in der Anfangsphase seinen ersten Torschuss der Serie abgab.

Ehrhoff in Rangelei verwickelt

Bei dem besten Team der regulären Saison war Ehrhoff noch einer der besten Akteure, konnte die Pleite aber auch nicht verhindern.

Der ehemalige Krefelder - fast 23 Minuten Eiszeit - gab sieben Schüsse ab, geriet im von Nickeligkeiten geprägten Schlussdrittel aber auch noch in eine Rangelei mit Bostons Adam McQuaid.

"Wir haben zwei der nächsten drei Spiele zu Hause. Dafür haben wir das ganze Jahr gearbeitet. Die ersten zwei Partien müssen unser Maßstab sein", so Torhüter Roberto Luongo.

Luongo erneut schwach

Der kanadische Olympiasieger erwischte erneut keinen guten Tag - zwölf Gegentore in den letzten 84 Minuten - und wurde nach dem 0:4 unter tosendem Applaus der Bruins-Fans durch Cory Schneider ersetzt.

"Es liegt nicht an mangelndem Einsatz. Man muss vor Boston den Hut ziehen. Sie melden unseren Angriff ab", sagte Vancouvers Trainer Alain Veigneault.

Bruins zuversichtlich

Die Gastgeber gehen dagegen nach den beiden Kantersiegen mit viel Selbstvertrauen in die nächsten Partien.

"Es ist immer leichter zu Hause zu spielen. Unsere Fans pushen uns nach vorn, aber jetzt werden wir auch auswärts besser auftreten", war sich Patrice Bergeron sicher.

Sturmkollege Krejci wurde durch seine zwei Vorlagen zum sechsten Spieler der Bruins-Geschichte, dem in der K.o.-Runde jeweils zehn Tore und Assists gelangen.

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