vergrößernverkleinern
Christian Ehrhoff begann seine NHL-Karriere 2003 bei den San Jose Sharks © getty

Vancouver schiebt den deutschen Verteidiger nach New York ab. Die Vertragsverhandlungen scheitern an den Gehaltsvorstellungen.

Vancouver - Zwei Wochen nach der verlorenen Finalserie um den Stanley Cup gegen die Boston Bruins mit Dennis Seidenberg (Bericht) haben sich die Vancouver Canucks überraschend von Nationalspieler Christian Ehrhoff getrennt.

Grund für die gescheiterte Vertragsverlängerung mit dem 28 Jahre alten Verteidiger, der die beste Saison seiner NHL-Karriere spielte, waren offenbar unterschiedliche Gehaltsauffassungen.

"Wir sprechen immer noch über verschiedene Möglichkeiten, aber Teil dieses Teams zu sein, ist wichtiger als die Entlohnung eines einzelnen", hatte Vancouvers Geschäftsführer Mike Gillis zunächst noch am Dienstag gesagt.

"Das ist unsere Erwartung an alle, und mit einigen funktioniert das, mit anderen nicht. Wenn er (Ehrhoff, Anm. d. Red.) nicht annehmen möchte, was wir als fair ansehen und was uns wettbewerbsfähig bleiben lässt, werden wir in eine andere Richtung gehen."

Nach New York getradet

Nur Stunden später taten die Canucks genau das und tauschten die Transferrechte an Ehrhoff mit den New York Islanders gegen einen Viertrunden-Pick beim Draft 2012.

Der viermalige Stanley-Cup-Champion, in der abgelaufenen Saison das viertschlechteste Team der Liga, hat nun drei Tage Zeit, sich mit Ehrhoff auf einen Vertrag zu einigen.

Freie Klub-Wahl

Am Freitag ändert sich der Status des ehemaligen Krefelders, als sogenannter "Unrestricted Free Agent" könnte sich Ehrhoff dann seinen neuen Arbeitgeber selbst aussuchen.

Zuletzt hatte der gebürtige Moerser bei den Canucks 3,4 Millionen Dollar verdient.

(Machen Sie es wie SPORT1 und Dennis Endras: Unterstützen Sie München 2018)

Bieksa statt Ehrhoff

Nach der Vertragsverlängerung der Canucks mit Verteidiger-Kollege Kevin Bieksa (Bericht) waren die Aussichten auf einen Verbleib Ehrhoffs bereiots gesunken.

Der Kanadier Bieksa hatte am Dienstag ein Angebot über 23 Milionen Dollar in fünf Jahren angenommen.

Ehrhoff wollte bleiben

Schon vor Beginn der Playoffs hatte Ehrhoff erklärt, dass er mit Ehefrau Farina und dem Töchterchen Leni gerne in der Olympiastadt von 2010 bleiben wolle: "Ich hoffe, wir können etwas ausarbeiten, das für beide Seiten Sinn macht."

Ehrhoff war zur Saison 2009/2010 von den San Jose Sharks nach Vancouver gewechselt.

Zum Forum - Jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel