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Die Oilers wählten Gagner 2007 in der ersten Draft-Runde an Position sechs aus © getty

Gegen Chicago zeigt der Oilers-Crack ein sagenhaftes Spiel. Mit seiner One-Man-Show frischt er eine 23 Jahre alte Bestmarke auf.

Von Dominik Laska

München - Es war die Nacht von Sam Gagner.

Der 22-Jährige machte beim 8:4-Sieg der Edmonton Oilers gegen die Chicago Blackhawks das Spiel seines Lebens.

Er netzte gleich viermal ein und bereitere dazu noch vier weitere Tore vor. Insgesamt acht Scorerpunkte in einem Match.

Der junge Kanadier ist erst der elfte Spieler in der NHL-Geschichte dem ein Acht-Punkte-Spiel gelang, vor 23 Jahren gelang dies einem Crack zuletzt.

Nun steht er in den Geschichtsbüchern neben so klangvollen Namen wie Wayne Gretzky und Mario Lemieux, denen dieses Kunststück in ihrer Karriere gleich zweimal gelang (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

One-Man-Show für die Geschichtsbücher

"Ich glaube, dass ist der einzige Moment, in dem mein Name im gleichen Atemzug genannt wird. Es ist wirklich eine Ehre, eine solche Nacht erleben zu können und in einer solchen Elite von Spielern erwähnt zu werden. Auch wenn es nur für heute Nacht ist", sagte Gagner nach seinem Fabelspiel.

Dabei begann das Spiel so gar nicht nach dem Geschmack der Oilers, denn die Backhawks gingen im ersten Drittel durch Jamal Mayers in Führung. Dabei blieb es auch nach den ersten zwanzig Minuten.

Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, dass die Partie zu einer One-Man-Show werden würde.

Patrick Sharp erhöhte sogar noch 40 Sekunden nach Beginn des zweiten Viertels mit einem Blitztor.

Grandiose Effizienz

Aber dann begann Gagner aufzudrehen. Zwei Assists und ein Tor im zweiten Drittel. Drei Tore und zwei Assists im dritten Drittel. Da ging der Doppelpack von Chicagos Sharp, der zwischenzeitlich zum 3:3-Ausgleich traf regelrecht unter.

Das Bemerkenswerte: Ganger hatte nur 17 Minuten und 28 Sekunden Eiszeit und konnte auch nur sechs Schüsse auf das Tor der Blackhawks verbuchen.

Diese Effizienz überraschte ihn selber: "Jeder Schuss ging rein. Es fühlte sich so an, als ob ich jedes Mal, wenn ich den Puck bekam, einen Assist hatte."

"Sollten peinlich berührt sein"

Für die Blackhawks bleibt Edmonton ein kniffliges Pflaster. In zwei Auswärtsspielen bei den Oilers kassierte Chicago satte 17 Gegentore (9:2, 8:4).

Trainer Joel Quenneville versuchte zu erklären, was schief gelaufen ist:

"Wir haben gut gespielt, bis sie das erste Tor erzielten. Wir kamen aus dem Rhythmus und haben nicht mehr gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Sie (Edmonton Oilers, Anm. d. Red.) mögen es zum schnellen Torabschluss zu kommen und sie haben es über einen langen Zeitraum einfach besser gemacht als wir."

"Wir sollten enttäuscht sein. Wir sollten peinlich berührt sein. Hoffen wir, dass wir daraus lernen, was heute passiert ist."

Nächstes Auswärtsspiel steht an

Viel Zeit über die bittere Niederlage zu trauern wird nicht bleiben, denn das nächste Auswärtsspiel bei den Calgary Flames steht schon bevor.

Bleibt nur zu hoffen, dass es für die Blackhawks dann besser laufen wird.

Gagner jedenfalls wird diese Nacht seinen Leben lang nicht vergessen.

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