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Alexei Kovalev (l.) wechselte 2003 von den New York Rangers nach Montreal © getty

Die NHL-Elite feiert beim All-Star-Game ein Schützenfest. Hauptattraktion ist Alexei Kovalev, der den Osten zum Sieg schießt.

Von Martin Hoffmann

München - Die Defensive steht in den All-Star-Games der NHL traditionell nicht allzu hoch im Kurs.

Man will den Zuschauern schließlich ein Spektakel bieten - und kein Eis-Schach.

So eine Offensiv-Show wie in diesem Jahr hat die Kufen-Elite aber selten geliefert. Mit 12:11 nach Shootout bezwang am Ende die Eastern Conference das Team aus dem Westen.

Es war das torreichste All-Star-Spiel der Geschichte hinter dem 14:12, mit dem die Nordamerikaner 2001 über die Weltauswahl triumphierten (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

Hauptattraktion Kovalev

Hauptattraktion des Torfestivals war Alexei Kovalev vom Gastgeber-Team Montreal Canadians.

Der Kapitän der Ostler trug sich dreimal in die Scorerliste ein und traf auch im Shootout, er verdiente sich die Auszeichnung als MVP des Spiels und damit ein fabrikneues Auto.

"Man kann kein besseres Paket verlangen", erklärte der Right Wing: "Von den Fans ins Spiel gewählt, in der Anfangsformation, als Kapitän und MVP: Das bleibt einem für den Rest des Lebens in Erinnerung."

Das entscheidende Tor im Shootout schoss Washingtons Alex Ovechkin. Zuvor war Shane Doan für den Westen an Keeper Tim Thomas gescheitert, auch Rick Nash verfehlte sein Ziel.

Legenden werden gefeiert

Das Publikum in der Geburtsstätte der NHL bekam aber zum 100-jährigen Teambestehen nicht nur von den Spielern eine große Show geboten.

Gänsehautstimmung kam auf, als das Spiel mehrmals unterbrochen wurde, damit sich die Legenden der Canadiens den Fans im ausverkauften Bell Centre präsentierten konnten.

Neben den Hall-of-Fame-Mitgliedern Dickie Moore und Yvan Cournoyer trat auch Henri Richard aufs Eis, der Bruder von Maurice "Rocket" Richard.

Der größte Torjäger der Vierziger und Fünfziger hätte an dem Spektakel, das seine Erben zelebrierten, sicher seine Freude gehabt.

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