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Henrik Lundqvist (M.) gelangen für die Rangers in seiner Playoff-Karriere neun Shutouts © getty

Die ersten NHL-Endspiele seit 20 Jahren elektrisieren New York. Gegen die Tormaschine der Kings ist Henrik Lundqvist der Trumpf.

München - 20 Jahre haben die Fans der New York Rangers auf diese teure Vergnügen warten müssen.

Das erste Stanley-Cup-Finale der "Broadway Blueshirts" seit dem Triumph 1994 im legendären Madison Square Garden kann sich jedenfalls nicht jeder leisten.

1087 Dollar kostet das billigste noch verfügbare Ticket für das erste Heimspiel gegen die Los Angeles Kings (Die NHL LIVE im TV auf SPORT1 US und im Livestream).

Zum ersten Finale (ab 2 Uhr LIVESCORES) nach Kalifornien zu fliegen, ist günstiger, hat die "USA Today" ausgerechnet. Im Staples Center ist die billigste Eintrittskarte schon für 495 Dollar zu haben.

Footballer Justin Tuck (N.Y. Giants) drückt die Daumen:

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New York liebt die Rangers

Der Ticket-Wahnsinn hat gute Gründe. Die Rangers sind in. Das Ost-West-Duell, nach dem sich vor allem die NBA die Finger lecken würde, elektrisiert (SHOP: Jetzt Eishockey-Artikel kaufen).

"Wir haben so viele Fans, die extrem loyal sind", sagt Verteidiger Marc Staal, "sie lieben uns."

Obwohl Baseball-Rekordmeister Yankees weiter Liebling New Yorks bleibt, ist der legendäre für eine Milliarde Dollar runderneuerte Garden der Wallfahrtsort der für New Yorker Sportfans.

Madison Square Garden kocht

Während des überraschenden Siegeszugs der Rangers in den NHL-Playoffs wurde die altehrwürdige Arena zum Hexenkessel (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse).

"Diese Atmosphäre zu spüren, ist ein unglaubliches Erlebnis", bestätigt Torhüter Henrik Lundqvist, und Stürmer Brad Boyle schwärmt: "Wenn du den Garden so laut hörst, bringt es dich auf ein Level, das du als Sportler niemals zu erreichen glaubtest. Es ist ein wilder Ritt."

Der soll mit dem fünften Stanley-Cup-Triumph der Klubgeschichte enden, dem ersten seit 1994. "Wir wollen diesen Cup unbedingt gewinnen", sagt Boyle, "wir haben nicht das Gefühl, dass wir schon am Ende sind."

Schweizer Diaz schreibt Geschichte

Ab Spiel 4 darf auch Stürmer Dan Carcillo eingreifen, da die NHL seine Sperre wegen des unabsichtlichen Ellbogenschlages gegen einen Schiedsrichter reduzierte. Außerdem läuft mit Verteidiger Raphael Diaz erstmals ein Schweizer in den Finals auf (890717DIASHOW: Die deutschen Cracks in der NHL).

Vor allem von ihrem Torhüter Lundqvist wird aber abhängen, ob die Rangers gegen den Favoriten L.A. eine Chance haben.

Der 32-jährige Schwede ist der Hauptgrund, warum die Rangers, in der regulären Saison nur zwölftbestes NHL-Team, ins Finale vorstießen.

Dabei schalteten sie unter anderem den Titelkandidaten Pittsburgh Penguins mit Superstar Sidney Crosby und dem deutschen Nationalspieler Marcel Goc aus. Nach dem 1:3 in dieser Serie kassierte Lundqvist bei drei Siegen in Folge nur drei Tore bei 105 Schüssen.

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Kings mit Ausdauer

Die Kings - Stanley-Cup-Sieger 2012 - tragen die Favoritenbürde. Titelverteidiger Chicago Blackhawks bekam im Halbfinale ihre Stärke zu spüren.

"Sie haben drei entscheidende siebte Spiele gespielt und alle gewonnen, sie haben den Champion geschlagen", sagte Rangers-Trainer Alain Vigneault, "in den gesamten Playoffs sind wir schon der Underdog, und das wird sich nicht ändern."

In allen drei Playoff-Runden gingen sie über die volle Distanz und konnten sich vor allem auf ihre herausragende Offensive stützen.

Hochkarätige Offensive

Anze Kopitar (24 Punkte) und Jeff Carter (22) führen die Scorerliste der Playoffs an. Marian Gaborik ist mit zwölf Treffern vor Carter (9) bester Torschütze. Auch Verteidiger Drew Doughty ist sehr offensivstark.

Neben dem "großartigen Torhüter" warnt sein Coach Darryl Sutter vor allem vor den Special Teams. Die Rangers haben das zweitbeste Unterzahlspiel der Playoffs. "Trotzdem gehen wir zuversichtlich in die Serie", betont Sutter.

Außerdem läuft Goalie Jonathan Quick in den entscheidenden Spielen regelmäßig zur Hochform auf. Das Duell um den Cup verspricht also tatsächlich, ein wilder Ritt zu werden.

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