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Er ist der wertvollste Spieler der Playoffs: Justin Williams reckt den Stanley Cup in die Höhe © getty

Die L.A. Kings machen gegen New York ihren zweiten Titel in der NHL perfekt. Die Fans müssen über 90 Minuten zittern.

New York - Es war ein Schuss, der einen Orkan auslöste. Als Kings-Angreifer Alec Martinez den Puck am geschlagenen Torwart-Giganten Henrik Lundqvist vorbei einnetzte, gab es im Staples Center von Los Angeles kein Halten mehr.

Die Kings-Spieler stürmten auf das Eis, warfen ihre Helme, Stöcke und Handschuhe in die Luft und läuteten mit ihren Fans die Feierlichkeiten ihrer zweiten Meisterschaft in der NHL nach 2012 ein.

Im Duell der größten US-Metropolen gegen die seit 20 Jahren titellosen New York Rangers ist die Krönung bereits mit dem zweiten Matchball geglückt.

Sieg nach Sudden Death

An Drama hat es trotzdem nicht gemangelt: Im fünften Finalspiel der NHL-Playoffs besiegten die Kalifornier die New York Rangers in eigener Halle nach Sudden Death in der zweiten Verlängerung mit 3:2 und entschieden die best-of-seven-Serie mit 4:1 für sich. (DATENCENTER: Alle Playoff-Ergebnisse)

Martinez war es vorbehalten, nach 94:43 Minuten per Abstauber das meisterschaftsentscheidende Tor zu erzielen.

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"Ich hatte einen Black-out. Ich kann mich wirklich nicht erinnern. Ich weiß nur noch, dass jeder auf mich zugestürmt kam und ich nicht mehr atmen konnte. Es ist einfach ein surrealer Augenblick, ich bin wirklich sehr glücklich für die Jungs", beschrieb Martinez seine Erinnerung an den wohl größten Moment seiner Karriere.

Kings verzweifeln am Goalie

Die Kings waren das klar dominierende Team, sie fanden ihren Meister aber immer wieder in Rangers-Goalie Lundqvist, der 48 Schüsse auf sein Tor abwehrte, beim 2:3 allerdings chancenlos war.

Der Schwede blieb wie seine Kollegen enttäuscht zurück: "Ich wusste, dass die Serie mit Tränen enden würde - ich wusste nur nicht, ob es Tränen der Freude oder der Trauer sein würden. Es ist gerade sehr hart."

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Wie die NHL nach der Partie bekannt gab, wurde Kings-Star Williams, der seine Mannschaft auch am Freitagabend durch sein 1:0 aus der 7. Minute auf Siegkurs gebracht hatte, mit der Conn Smythe Trophy als wertvollster Spieler der Playoffs ausgezeichnet.

Titel dank großer Moral

Der 32 Jahre alte Rechtsaußen hatte in 26 Endrundenspielen neun Tore erzielt und 16 Treffer vorbereitet.

Los Angeles gewann den Titel nicht zuletzt dank seiner großen Moral: In der ersten Runde hatte das im Westen nur an Position sechs gestartete Team von Darryl Sutter gegen die San Jose Sharks bereits mit 0:3 in der Serie zurückgelegen.

In der zweiten und dritten Runde hatten die Kings gegen die Anaheim Ducks beziehungsweise Titelverteidiger Chicago Blackhawks ebenfalls jeweils über sieben Spiele gehen müssen.

MVP Williams lobte: "Welche Hürden wir auf dem Weg gemeistert haben, ist einzigartig. Jeder Stanley Cup ist auf seine Weise besonders, aber diesen Titel haben wir uns wirklich verdient."

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