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Anaheims Corey Perry überwindet Jewgeni Nabokow sechs Minuten vor Schluss zum 3:0 © getty

Anaheim hält das topgesetze Team von Chris Ehrhoff und Marcel Goc erneut torlos. Auch Seidenbergs Hurricanes stehen vor dem Aus.

San Jose - Dem Erdbeben folgte eine empfindliche 0:4-Pleite bei Ex-Meister Anaheim Ducks: Nach der besten Vorrunde der Klubgeschichte steht Titelfavorit San Jose Sharks in der ersten Playoff-Runde der NHL überraschend vor dem Aus.

Das Team der deutschen Nationalspieler Christian Ehrhoff und Marcel Goc, das zwei Tage zuvor den ersten Sieg gelanden hatte (Deutsches Trio meldet sich zurück), geriet durch die Pleite in Spiel vier der Best-of-Seven-Serie 1:3 in Rückstand und muss am Samstag das fünfte Spiel in eigener Halle unbedingt gewinnen. (DATENCENTER: Ergebnisse)

Vor dem Spiel hatte ein leichtes Beben der Stärke 3,8 auf der nach oben offenen Richterskala das Gebiet um Anaheim heimgesucht. Womöglich ein Grund, weshalb das kalifornische Duell mit 16.830 Zuschauern nicht ganz ausverkauft war.

Ein Rookie ist der Matchwinner

Ein leichtes Nachbeben war in der ersten Drittelpause auch in der Halle deutlich spürbar. Matchwinner war Anaheims Rookie Bobby Ryan, der den Stanley-Cup-Sieger von 2007 im Mitteldrittel mit zwei Treffern entscheidend in Führung brachte.

Bitter wäre das Ausscheiden für Ehrhoff, Goc und die Superstars Joe Thornton und Patrick Marleau.

In der Vorrunde hatten die Sharks mit 53 Siegen und 117 Punkten Klubrekorde aufgestellt, erstmals die Presidents Trophy für das beste Team der Vorrunde gewonnen und damit Hoffnungen auf den ersten Gewinn des begehrten Stanley Cups geweckt.

Alternative Schweiz

Sollte San Jose letztlich scheitern, könnten Ehrhoff und Goc in der Zwischenrunde der WM in der Schweiz noch zum Einsatz kommen.

Bundestrainer Uwe Krupp hat die Möglichkeit, nach der WM-Vorrunde zwei Spieler nachzunominieren. Nach Spiel 5 am Samstag treffen San Jose und Anaheim bei Bedarf noch am 27. und 29. April aufeinander.

Sollte Deutschland bei der WM in der Schweiz die Vorrunde überstehen, stünde die erste Partie frühestens am 30. April an.

Nächster Meilenstein für Brodeur

Vor dem Aus stehen auch die Carolina Hurricanes, und der deutsche Nationalspieler Dennis Seidenberg. Bei den New Jersey Devils unterlag der Champion von 2006 0:1 und liegt in der Serie 2:3 zurück. (STATISTIK: Der NHL-Playoffbaum)

Matchwinner für die Devils war Torhüter Martin Brodeur mit 44 Paraden. Der Keeper feierte den 23. Playoff-Shutout seiner Karriere und zog damit mit Rekordhalter Patrick Roy gleich. In den Hauptrunden hielt er seinen Kasten bereits 101 mal sauber, musste dabei aber nie mehr als 40 Schüsse parieren.

Mitte des zweiten Drittels erzielte New Jerseys kanadischer Stürmer David Clarkson in Überzahl das goldene Tor der Partie.

Titelverteidiger Detroit Red Wings hat unterdessen auf dem schnellst möglichen Weg die nächste Runde erreicht. Bei den Columbus Blue Jackets gewann der elfmalige Stanley-Cup-Champion 6:5 und schloss die Play-off-Serie mit 4:0-Siegen ab.

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